Baden-Württemberg will Mädchen für technische Berufe gewinnen


Am Donnerstag, 3. Mai von 8.00 bis 12.50 Uhr findet das Projekt in Stuttgart Gablenberg statt. Teilnehmen werden rund 100 Schülerinnen und 100 Schüler der Klassen acht bis zehn der Gablenberger Hauptschule und der umliegenden Hauptschulen aus Stuttgart Ost. Das Projekt wird von der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart (EVA) im Auftrag des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg “ Initiative Frauen in Naturwissenschaft und Technik “ realisiert.

Ziel des Projekts ist es, gezielt weiblichen Nachwuchs für zukunftsträchtige technische Berufe und ingenieurwissenschaftliche Studiengänge zu gewinnen. Der Parcours beinhaltet Aufgaben aus etwa 20 Berufen, die von Schülerinnen und Schülern aller Schularten geschlechtsgetrennt gelöst werden. Jede Aufgabe wird mit mindestens vier Übungsplätzen angeboten, so dass alle Teilnehmenden gleichzeitig beschäftigt sind. Test- und Übungsaufgaben sowie Materialien und Werkzeuge werden von der EVA zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe von Lehrkräften werden die Aufgaben gelöst. Aufgrund von vorgegebenen Punkten bewerten die Jugendlichen eigenverantwortlich ihre Fähigkeiten und Interessen.

Nach Abschluss des Parcours werden Mädchen, die eine besondere Begabung und Neigung für technische Berufe zeigen, eingeladen, an einem speziellen Behauptungs- und Bewerbungstraining teilzunehmen.

Hintergrund:
Im Rahmen der Pilotphase hat das Wirtschaftsministerium das Projekt im Jahr 2005 an elf Schulen in Baden-Württemberg umgesetzt. Mit den daraus gewonnenen Erfahrungen wurde es 2006 an die EVA übergeben, die es im Auftrag des Wirtschaftsministeriums weiterführt.

In Baden-Württemberg sind Frauen in Technik und Naturwissenschaften immer noch in der Minderheit. Das Projekt fördert deshalb ganz gezielt frühzeitig das Potenzial begabter und interessierter Mädchen. Die besondere Situation von Mädchen und jungen Frauen in technischen Berufen wird berücksichtigt, indem sie darauf vorbereitet werden, die spezifischen Situationen selbstbewusst und souverän zu bestehen.

Quelle: Wirtschaftsministerium