Im Ingolstädter „Forscherinnen-Camp“ tüftelten Schülerinnen an den Autos von morgen

Für den wissenschaftlichen Input sorgte die Technische Hochschule Ingolstadt, bei der praktischen Umsetzung war die AUDI AG der Motor. Organisiert und verantwortet wurde das Projekt vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw).

Im Camp tauchten die Teilnehmerinnen mal ins ingenieurwissenschaftliche Studium (an der Hochschule), mal in die Berufspraxis von Ingenieurinnen (im Unternehmen) ein. Begleitet wurden sie dabei auch von jungen Ingenieurinnen und Dozentinnen – nicht nur als Ansprechpartnerinnen, sondern auch als berufliche Vorbilder. Auf dem Weg hin zur Lösung ihrer Aufgabe setzten sich die Schülerinnen mit der Frage auseinander, ob eine Ingenieurinnen-Karriere auch für sie selbst in Frage kommt.

Ihre Ergebnisse präsentierten die Mädchen am letzten Camp-Tag ihren Eltern und vielen Ehrengästen. Mit dabei war auch Birgit Aigner, Geschäftsstelle Oberbayern der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbänden bayme vbm, die das Bildungsprojekt finanziell und ideell fördern: „Damit unsere Unternehmen innovativ und wettbewerbsfähig bleiben, brauchen sie hochqualifizierte Nachwuchskräfte in technischen Bereichen. Wir möchten Frauen für diese Berufe begeistern und somit wertvolles Potenzial wecken.“

Bildtext (l.): Abschlussfoto mit Teilnehmerinnen am „Forscherinnen-Camp“, Dozentinnen, Lehrkräften sowie Audi-Mitarbeitern.

Bisher interessierten sich noch zu wenige von ihnen für bislang männerdominierte Berufe, so Aigner weiter. Häufig, weil Mädchen gar nicht wüssten, dass sie auch im Maschinen- oder Fahrzeugbau kreativ sein oder für den Umwelt- und Klimaschutz etwas tun können. Die „Forscherinnen-Camps“ können dabei helfen, wie eine vom bbw in Auftrag gegebene Studie zeigt. Laut Evaluationsergebnissen wollen rund 75 Prozent der Teilnehmerinnen nach dem Camp-Besuch ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium ergreifen. Ebenso viele geben an, dass der Blick hinter die Kulissen der beste Weg ist, um sich zu informieren. Die Mehrheit ist überzeugt, sich auch in einer Männerdomäne durchsetzen zu können.

An den „Forscherinnen-Camps“, die 2007 gestartet sind, beteiligten sich in diesem Jahr neun Unternehmen und ebenso viele Hochschulen bzw. Universitäten. Die Camps sind, bis auf die Kosten für An- und Abreise, für die Mädchen kostenlos.

„Forscherinnen-Camps“ – für Gymnasiastinnen/Fachoberschülerinnen ab 15 Jahren Anmeldung nur noch bis Sonntag, den 6. Juli!

Weitere Informationen:
www.tezba.de

Titelbild: Begleitet wurden die Mädchen auch von jungen Ingenieurinnen und Dozentinnen – nicht nur als Ansprechpartnerinnen, sondern auch als berufliche Vorbilder.