Familien- und Frauenministerin Haderthauer: Worte zum Muttertag am 8. Mai


„Die tägliche unbezahlte Familienarbeit von Müttern macht hierzulande etwa ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts aus und ist leider dennoch chronisch unterbewertet. Was diese Tätigkeiten wert sind, wird erst dann wahrgenommen, wenn diese Leistungen ‚eingekauft’ werden müssen. Bei den Kosten etwa für Kinderbetreuung, Pflege, Haushaltsführung, die man in Form von Gehältern an entsprechende Kräfte bezahlt, geraten die meisten Haushalte schnell an ihre Grenzen! Deshalb ist es an der Zeit, dass der Wert der Arbeit von Müttern, die sich Tag für Tag für ihre Familie ins Zeug legen, endlich mehr anerkannt wird. Das gilt für die Familie wie für die Gesellschaft und ganz besonders für die Wirtschaft“, so Bayerns Familien- und Frauenministerin Christine Haderthauer, zugleich Frauenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, kürzlich in München mit Blick auf den kommenden Muttertag,

Haderthauer weiter: „Kaum ein Land hat ein so unentspanntes Verhältnis zu Elternschaft und Erwerbsleben wie Deutschland. Und kein Land leistet sich eine solche Ressourcenverschwendung, was die Beschäftigungschancen von Müttern angeht. Daher ist es auch kein Wunder, dass Familienverantwortung hierzulande nahezu ausschließlich Frauenkarrieren ausbremst. Mütter erleben eine Kompetenzabwertung am Arbeitsplatz, die nahezu unabhängig davon eintritt, ob sie tatsächlich kürzer treten oder weiter Vollzeit arbeiten – ihnen wird jobmäßig bei weitem nicht mehr so viel zugetraut, wie vor dem Kind. Auch aus diesem Grund steht für viele junge Paare heute die Festigung der beruflichen Position im Vordergrund und der Kinderwunsch rückt immer weiter nach hinten.“

Mit Blick auf die Arbeitgeber betonte die Ministerin: „Unternehmen, deren einzige Antwort für Familien der Ganztagskrippenplatz ist, springen zu kurz.“ Zugleich verwies Haderthauer auf die Tatsache, dass man in Skandinavien „auch von Führungskräften verlangt, dass sie sich ausgiebig um ihre Familie kümmern. Sonst gelten sie als Minderleister – und als Risiko für die Firma!“

Weitere Informationen:
www.sozialministerium.bayern.de

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