GründerRegio M: Bayerns Frauen mit super Geschäftsideen im „Best Concept 2006“ (Nachbericht)


Die besten Konzepte wurden im Senatssaal der Ludwig-Maximilians-Universität München vorgestellt und mit wertvollen Preisen ausgezeichnet.

Der erste Preis ging an Heidi Schiller für ihr Konzept "Kaito Business Consult. Beratungsgesellschaft zur Gestaltung von Auslandsgeschäften mit Westafrika". Die Münchner Jungunternehmerin will europäische Mittelständler dabei unterstützen, Wirtschaftsbeziehungen in Westafrika aufzubauen. Die Leistungen der Kaito Business Consult umfassen insbesondere Marktanalysen, die Vermittlung von Geschäftspartnern sowie die Konzeption und Umsetzung von Vermarktungsstrategien. Für den ersten Platz bekommt die Diplom-Kauffrau einen Gutschein des Bayerischen Volkshochschulverbandes für einen Train the Trainer-Lehrgang im Bereich "Interkulturelle Kompetenz".

Den zweiten Platz erreichte Esther Röck mit ihrem Konzept "Montessori Lern Stüberl – Lernen mit allen Sinnen". Die Germanistin aus Karlsfeld will die Montessori Pädagogik mit Nachhilfe verbinden und in ihrem Lern Stüberl auf die besonderen Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes eingehen. Als Anerkennung erhält die Pädagogin eine Werbe- und Design-Beratung inklusive Logo-Entwicklung von der Agentur Kreativtat.

Dem Konzept "BullionArt Silberkunst" von Frauke Deutsch verlieh die Jury den dritten Platz. Die Grafik-Designerin Deutsch produziert und verkauft ausgewählte Skulpturen aus Silber und verbindet so Kunst und Edelmetall zu einem neuartigen Anlageprodukt. Belohnt wird die Gründerin aus München mit einem individuellen Geldbeziehungstraining, das Nicole Rupp – geldbeziehung gesponsert hat.

Mit Best Concept zeichnen die Universität München und der Verein GründerRegio M schon zum dritten Mal Frauen aus, die mit einem professionellen Konzept von ihrer Geschäftsidee überzeugen. "Best Concept soll Frauen dazu motivieren, ihren Ideenreichtum mit betriebswirtschaftlichem Kalkül zu verbinden und Unternehmergeist zu beweisen", so Dr. Bettina Wenzel, verantwortlich für den Wettbewerb und das Projekt Effekt!

Insgesamt hatten sich 44 Gründerinnen und Teams aus ganz Bayern mit 39 verschiedenen Ideen um den Preis "Best Concept 2006" beworben. Eine Jury aus Gründungsexperten und Kooperationspartnern wählte die überzeugendsten und stimmigsten Geschäftskonzepte aus. Neben dem Gesamteindruck und dem Potenzial der Idee interessierten die Juroren vor allem der Kundennutzen, die eigene Positionierung sowie die Marktchancen des Geschäftsvorhabens. Weitere Bewertungskriterien waren eine plausible Umsatz- und Rentabilitätsplanung sowie eine korrekte Liquiditätsplanung.

Eingereicht wurden Geschäftsideen aus den verschiedensten Bereichen und Branchen. "Die Bandbreite reicht von einer Wellenreitschule für Frauen oder einem Pressebüro über Beratung im Gesundheitsbereich bis hin zu alternativen Wohnkonzepten für Senioren", fasste Wenzel zusammen. Sie wies darauf hin, dass fast alle Gründerinnen über einen Hochschulabschluss verfügen und nach der Elternzeit in der Selbstständigkeit Familie und Beruf miteinander verbinden wollen. "Da wundert es nicht, dass sich einige Konzepte mit dem Thema Familie und Kinder befassen", so die Gründungsexpertin weiter.

In diesem Jahr wurden erstmalig auch Best Concept Sonderpreise in Kooperation mit dem Büro für Existenzgründungen (BfE) München ausgeschrieben. Den Sonderpreis für die mutigste Umsetzung einer Geschäftsidee gewann Beatrice Pfister. Die Weilheimerin will ein medizinisches Hautpflaster für dunkelhäutige Menschen entwickeln und vertreiben. Ein zweiter Sonderpreis wurde für das beste Marketing- und Vertriebskonzept verliehen. Diesen gewannen Sabine und Marianne Kowatsch aus München mit "familiengesundheit". Die beiden Diplompsychologinnen und Mütter bauen eine psychologische Praxisgemeinschaft für Familienberatung und -begleitung auf.

Hintergrund:Das Projekt Effekt! hilft Frauen bei der Gründung eines eigenen Unternehmens. Zusammen mit drei Universitäten, dem Bayerischen Volkshochschulverband und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit will Effekt! Frauen für eine erfolgreiche selbstständige Erwerbstätigkeit qualifizieren und sie bei der Gründung des eigenen Unternehmens unterstützen. Effekt! wird unterstützt vom Europäischen Sozialfonds und vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Weitere Informationen:
www.effekt-online.de

(Der Link wurde am 29.06.2006 getestet.)