Gesellenprüfung für Konditorinnen/Konditoren im Zeichen von „Kulturfestival“


Konzentrierte Mienen, geschäftiges Hantieren, eiliges Sortieren in mitgebrachten Transportschachteln “ Prüfungsatmosphäre auf der ganzen Linie. An den Arbeitstischen wird gewerkelt, gerührt, modelliert, dabei entstehen lauter leckere Kuchen, Torten, Pralinen und Gebäcke! Die Prüflinge sehen schick aus in ihrer sauberen Berufskleidung von der Hose über Jacke und Schürze bis hin zur Mütze!

Nach der neuen Ausbildungsverordnung müssen die jungen Leute eine Drei-Etagen Festtagstorte nach freier Wahl zum Thema „Kulturfestival“ an diesem Prüfungstag fertigstellen. Früher nannte man diese Arbeit „Gesellenstück“. Natürlich muss der Prüfling dazu eine schriftliche Dokumentation mit Planung (Rezept, Kalkulation, Geräteliste, Ablaufplan) der Festtagstorte vorlegen. Zu den weiteren Arbeitsaufgaben gehören die Herstellung von zwei finnischen Nusskuchen, eine Platte mit Marzipan- und Buttertrüffelpralinen, Teegebäck und Eigelbmakronen sowie Plundergebäck aus Hefeteig.

brikada schaute Angelika Huber (19 Jahre) vom Lehrbetrieb, Konditorei Anton Eicher in Erharting, über die Schulter. Respekt kann man da nur sagen; denn mit ihrer Festtagstorte „Burghauser Jazz-Wochen“ legte sie eine Superarbeit vor. „Ich stelle wahnsinnig gerne Konditorreiprodukte her“, erklärte die angehende Konditorin, die während ihrer Gesellenzeit sogar einen Zucker- und einen Schokoladenkurs absolvierte. Aber auch bei den anderen praktischen Prüfungsaufgaben zeigte Angelika Huber, dass sie mit Leidenschaft, großem handwerklichen Geschick und viel Liebe zum Detail die Aufgaben bewältigte. Weitere Pläne? Als nächstes ist eine Bäckerlehre dran, vielleicht wird sie sogar noch die Meisterprüfung für Konditoren anschließen, denn Angelika Huber soll später einmal den elterlichen Betrieb “ die Bäckerei Schönstetter in Unterneukirchen bei Altötting – übernehmen.

Bildtext: Angelika Huber bei der Fertigkeitsprüfung für Konditorinnen/Konditoren in München.

Text und Foto: © Brigitte Karch