Für L’Oréal gehört Gleichstellung zur Unternehmenskultur


In Frankreich ist Frauen mit Kindern traditionell durch die ganztägige Betreuung der Kinder in der Schule eine Beschäftigung in Vollzeit möglich. In Deutschland ist das anders. Der Gender Datenreport des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend aus dem Jahr 2009 stellte fest, dass "das Vorhandensein von Kindern die Erwerbsarbeit von Frauen stärker zu beeinträchtigen scheint als in vielen anderen vergleichbaren Staaten". L’Oréal ist ein Gegenbeispiel zur deutschen Normalität: Bei L’Oréal Deutschland sind 56 Prozent der Beschäftigten Frauen, von denen 90 Prozent eine Vollzeitstelle bekleiden. Von allen beschäftigten Frauen haben 42 Prozent Mitarbeiterverantwortung, sind also Führungskräfte auf unterschiedlichen Ebenen. "Frauen und Männer erhalten bei uns für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn bzw. das gleiche Gehalt", teilte zudem eine Sprecherin von L’Oréal Deutschland, Düsseldorf, mit.

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist bei dem weltweit wohl größtem Anbieter von Kosmetika Teil der Unternehmenskultur und macht den Erfolg des Unternehmens erst möglich. Entsprechend gibt es einiges, was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert. Ein Betriebskindergarten, die "Villa Purzelbaum", bietet von 8.00 bis 18.00 Uhr Plätze für unter dreijährige Kinder an – vielerorts Mangelware. Eine Kooperation mit der Firma pme Familienservice, spezialisiert auf Betreuungsangebote für Familien, hilft bei der Organisation der Kinderbetreuung in Notfällen. Zudem können Mitarbeiter flexibel von zu Hause aus arbeiten und so Engpässen überbrücke. Weitere Services, die bei der Organisation des Familienlebens helfen, sind eine hauseigene Reinigung oder ärztliche Vorsorgeuntersuchungen. Sie finden im Unternehmen statt und reduzieren den zeitlichen Aufwand für Beschäftigte erheblich.

Auch über das eigene Unternehmen hinaus engagiert sich L’Oréal für Frauen mit Kindern: In Partnerschaft mit der UNESCO gibt es ein Förderprogramm für Wissenschaftlerinnen mit Kindern. Es unterstützt jährlich drei Doktorandinnen mit jeweils 20.000 Euro und erleichtert die Vereinbarkeit der Kinderbetreuung mit den in der Regel sehr zeitaufwändigen Forschungsarbeiten.

Über das Unternehmen:
Der Kosmetikhersteller L’Oréal beschäftigt weltweit knapp 68.000 Menschen. 64 Prozent davon sind Frauen. 57 Prozent der Führungspositionen sind mit Frauen besetzt und der Frauenanteil im Vorstand liegt bei 20 Prozent. Auch in Deutschland bietet L’Oréal Arbeitszeitmodelle und Betreuungsangebote, die helfen, Beruf und Familie zu vereinen – ein wichtiger Beitrag, damit Frauen die Karrieremöglichkeiten im Unternehmen nutzen können.

Weitere Informationen:
www.loreal.de

Bildtext (v.l.): Dr. Margarita Staykova, Dr. Mareike Leffler und Dr. Stefanie Reissmann – drei deutsche Stipendiatinnen des deutschen "For Women in Science"-Programms in 2009, das L´Oréal gemeinsam mit der Unesco und der Christiane Nüsslein-Volhard Stiftung ins Leben gerufen hat.

(Der Link wurde am 11.03.2010 getestet.)