BIBB: Der Bergbau wird weiblich


Seit dem 1. August ist die neue Ausbildungsordnung zum Bergbautechnologen/zur Bergbautechnologin in Kraft, die erstmals aufgrund der neuen Gesetzeslage auch jungen Frauen uneingeschränkt eine Ausbildungschance im Bergbau eröffnet. Die neue Ausbildungsordnung wurde vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit den Sozialparteien und Sachverständigen aus Betrieben und Unternehmen entwickelt.

Der Bergbau in Deutschland ist mehr als nur die Steinkohleförderung, auf die er häufig reduziert wird. Er umfasst vielmehr ein breites Spektrum von Rohstoffgewinnungsprozessen – vom Steinkohlebergbau über den Kali- und Steinsalzbergbau, den Erzbergbau bis zu Betrieben, die in der Erdgas- oder Erdölförderung tätig sind. Wesentliche Bestandteile einer qualifizierten bergtechnischen Facharbeit – egal ob im Unter- oder Übertagebereich – sind heute die Beherrschung modernster Bergwerktechnik, der fachgerechte Umgang mit bergbautechnischen Maschinen, Systemen und Anlagen, der gewissenhafte Umgang mit den geologischen Gegebenheiten und die Einhaltung hoher Sicherheitsstandards.

Durch die weitreichende inhaltliche Neugestaltung der Ausbildungsordnung hat sich auch die Struktur des von 3,5 auf drei Jahre verkürzten Ausbildungsberufs verändert. In den ersten beiden Jahren ist die Ausbildung für alle Auszubildenden gleich. Im dritten Jahr findet dann eine Spezialisierung in den beiden Fachrichtungen Tiefbautechnik und Tiefbohrtechnik statt. Durch die Erweiterung des Berufsprofils um den neuen Ausbildungsbereich der Tiefbohrtechnik eröffnen sich in der Branche neue Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten – zum Beispiel auf Bohranlagen, wo ausschließlich Tätigkeiten über Tage ausgeübt werden.

Weitere Informationen:
www.bibb.de/berufe

(Der Link wurde am 07.09.2009 getestet.)