Baden-Württemberg: Schutzschirm für Auszubildende aus insolventen Betrieben vergrößert


Die bisherige Regelung beim Ausbildungsbonus ermöglichte eine Förderung bei einem Insolvenzlehrling nur dann, wenn der neue Arbeitgeber eine zusätzliche Ausbildungsstelle zur Verfügung gestellt hat. In der Praxis war dies oft ein Hemmnis für die Förderung. Durch die aktuelle Gesetzesänderung reicht es nun aus, wenn der Auszubildende wegen Insolvenz oder Stilllegung seinen Ausbildungsplatz verloren hat.

Neben dem Ausbildungsbonus der Arbeitsagenturen besteht für Betriebe die Möglichkeit, bei der Einstellung eines Insolvenzlehrlings einmalig 1.200 Euro durch das Land Baden-Württemberg zu erhalten.

In der Praxis könnte ein neuer Ausbildungsbetrieb von der Arbeitsagentur einen Zuschuss in Höhe von rund 4.000 Euro bei der Einstellung eines Insolvenzlehrlings erhalten, wenn er ihn nach dem ersten Ausbildungsjahr übernimmt. Anträge zum Ausbildungsbonus müssen bei den Arbeitsagenturen vor Beginn der Übernahme eines Auszubildenden gestellt werden. Bis zu drei Monate nach Abschluss des Ausbildungsverhältnisses kann darüber hinaus der Azubi-Transfer vom Land in Höhe von 1.200 Euro in Anspruch genommen werden.

Auskünfte zum Ausbildungsbonus erteilt der Arbeitgeberservice der Agenturen für Arbeit unter der Hotline 01801 66 44 66 (3,9 Cent/Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom).
Quelle: Wirtschaftsministerium

Weitere Informationen:
www.wm.baden-wuerttemberg.de

(Der Link wurde am 10.08.2009 getestet.)