BMBF/MVHS: Verbundprojekt zur Alphabetisierung/Grundbildung Erwachsener


In Deutschland gibt es ungefähr vier Millionen so genannte funktionale Analphabeten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat deshalb den neuen Förderschwerpunkt "Forschung und Entwicklung zur Alphabetisierung/Grundbildung Erwachsener" eingerichtet, der mit insgesamt 30 Mio. Euro ausgestattet ist.
Die Münchner Volkshochschule ist an diesem Programm mit dem Verbundprojekt zur "Professionalisierung der Alphabetisierung/Grundbildung in der Weiterbildung" beteiligt.

Ein Bankkonto einrichten, den Führerschein machen, einen Handyvertrag unterzeichnen, das neue computergesteuerte Lagersystem bedienen: Die Anforderungen im Alltag und Berufsleben sind komplex. Sie setzen voraus, dass ein Bürger Lesen und Schreiben kann. Doch viele Menschen haben Lesen und Schreiben nie richtig gelernt oder im Laufe ihres Lebens wieder verlernt. Damit fehlt ihnen ein Mindestmaß an Grundbildung, dass sie gesellschaftlich am Rande stehen und eigene Entwicklungspotentiale nicht nutzen lässt.

Die Probleme mangelnder Grundbildung für einen nicht unbedeutenden Teil der Bevölkerung haben bisher kaum Widerhall in Politik und Forschung gefunden. Für Betroffene und Pädagogen gibt es deshalb keine einheitlichen und standardisierten Qualifizierungskonzepte.

Die Münchner Volkshochschule will diese Angebotslücke füllen. In Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), dem Bayerischen Volkshochschulverband (bvv), Deutschen Volkshochschulverband (DVV) und Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) erarbeitet die Münchner Volkshochschule Bildungskonzepte für Lernende und Lehrende. Besonderes Augenmerk wird neben der wissenschaftlichen Begleitung auf die konkrete praktische Umsetzung und Verbreitung der Konzepte gelegt.

Nach einem regionalen Praxistest sollen die neuen Angebote in Bayern und auf Bundesebene eingeführt werden.

Weitere Informationen:
Tel. (089) 548476-20 und www.mvhs.de

(Der Link wurde am 23.01.2008 getestet.)