Galileo-Park: Das Abenteuer Bionik erleben – drei Ausstellungen rund um Natur und Technik

Außerdem war dies der Auftakt für ein umfassendes Jahresprogramm. Rund 20 Events und Veranstaltungen sind bis November geplant. Der Galileo-Park legt in dieser Saison besonders viel Wert auf interaktives und multimediales Erleben. Insbesondere in der Bionik-Ausstellung können große und kleine Besucher vieles entdecken.

Hightech im antiken Griechenland

Einer der insgesamt drei Ausstellungsschwerpunkten der Saison ist das antike Griechenland, genauer gesagt, die faszinierende Technik, die schon die alten Griechen nutzten, um sich ihren Alltag zu erleichtern. Hydraulik, Feinmechanik, Roboter, Automaten, ja sogar Vorläufer von Computern gab es schon damals. Das beweist die Ausstellung „Hightech im antiken Griechenland“.

Erstaunliche Erfindungen, die ihren Ursprung in der Antike hatten, die aber in der Völkerwanderungszeit und im Mittelalter in Vergessenheit gerieten, um in der Neuzeit wieder entdeckt zu werden, würden eindrucksvoll präsentiert, so Julia Schürrer, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Galileo-Parks das Konzept.

Alle Exponate dieser Ausstellung stammen aus dem Museum of Ancient Greek Technology, das von Kostas Kotsanas betrieben wird, der als Kurator und Leihgeber maßgeblich an der Ausstellung beteiligt war. In einem „Labyrinth des Unerklärlichen“ werden zudem mehr als 30 Exponate zu sehen sein, die beispielhaft zeigen, wie die damaligen komplexen Geräte funktioniert haben.

„In der interaktiven Ausstellung ' Bionik – Lernen von der Natur' wird jeder zur Forscherin oder zum Forscher“, verdeutlicht Julia Schürrer, das Konzept. Lernen solle Spaß machen. Spielerisch, hautnah, mit allen Sinnen und mit garantierten Wow-Effekten könne hier jeder in die Welt der Naturwunder eintauchen und erfahren, wie die Natur unseren Alltag prägt. „Es ist erstaunlich, was wir von Tieren und Pflanzen lernen können, wie evolutionäre Entwicklungen, die sich eigentlich als individuelle Überlebensstrategie für einzelne Arten entwickelt haben, heute Vorbild für Maschinen und technische Innovationen werden“, so Schürrer.

Der dritte Ausstellungsschwerpunkt „Tricture – 3D in Realität erleben“ beschäftigt sich mit Tricture, das sind Gemälde mit speziellem 3D-Effekt. Die Bilder bedienen sich der optischen Täuschung, die in Architektur und Fotographie unter der Bezeichnung „erzwungene Perspektive” genutzt wird. „Der Besucher, sein Smartphone, ein handgemaltes Bild und eine einzigartige Kulisse verschmelzen zu einem Ganzen, das es so nie gegeben hat und nie wieder geben wird.“

Neben den drei Hauptausstellungen steht auch der Tunguska-Container des letzten Jahres noch auf dem Gelände und kann besichtigt werden. „Was geschah 1908 in Sibirien?“, lautet hier die Frage. Von einem Moment auf den anderen knickten Zigtausende Bäume um, ein Naturphänomen, das bis heute ungelöst ist. War es ein Meteoriteneinschlag? Fragen und Antworten gibt es noch die ganze Saison über. „Wegen des großen Interesses haben wir die Ausstellung des letzten Jahres ergänzend im Angebot“, so Schürrer.
(Quelle: Galileo-Park)

Bildunterschrift (Detailansicht) (o.): Die alten Griechen verfügten über mehr Hightech als manch einer sich heute vorstellen kann. Foto: © Galileo-Park

Weitere Informationen:
www.galileo-park.de

Titelbild: Schon die alten Griechen hatten Automaten, Roboter und Hightech – zu sehen und zu erkunden im Galileo-Park in Lennestadt-Mengen. Foto: © Galileo-Park