Zwischen gestern und heute: 50 Jahre Klassentreffen


Wenn lautstarke Begrüßungen, herzliche Umarmungen und heftiges Händeschütteln angesagt sind, und wenn Fragen wie "Weißt du noch?", "Du hast dich aber kaum verändert", "Was machst Du beruflich?", "Wie geht es deiner Familie?" mit den entsprechenden Antworten durch die Gegend schwirren, dann weiß auch der unbedarfteste Zaungast: hier kann es sich nur um ein Klassentreffen handeln!

Genauso war es denn auch, als sich von den 27 Schulkameradinnen, die vor 50 Jahren in der Bielefelder Luisenschule die Mittlere Reife absolviert hatten, 15 Ehemalige in Hamburg trafen. Zwei Mitschülerinnen waren sogar eigens aus Paris und München angereist, um das doch recht ungewöhnliche Jubiläum so richtig zu feiern. Der Besuch des Musicals „Mamma Mia“ stand ebenso auf dem dichtgedrängten Programm wie das abendliche Essen im berühmten Traditionslokal „Krameramts Stuben“ am Fuße des „Michel“. Eine informative Stadtrundfahrt und unterhaltsame Bootsfahrt auf der Alster rundeten des zweitägigen Treffens harmonisch ab.

„Seit unserem Schulabschluss am 21. März 1955 treffen wir uns “ bis auf eine kurze Unterbrechungszeit “ jährlich einmal in Bielefeld“, erinnert sich Ingrid Quast, die ihr bewundernswert präzises Organisationstalent bei dem Hamburg-Ausflug unter Beweis stellen konnte. Dabei erhielt sie umsichtige Unterstützung von ihrer Mitschülerin Ingrid Lauricks, die seit vielen Jahren in Dortmund lebt. Beiden gelang es, für alle eine unvergessliche Wiedersehensfeier zu arrangieren .

Bekanntermaßen wird bei Klassentreffen in Erinnerungen gekramt, über Familie geplauscht, von Hobbies und
Freizeitaktivitäten gesprochen sowie von schönen Urlaubszielen geschwärmt. So auch hier. Die 15 Damen erzählten sich von früheren Zeiten, betrachteten unter Lachen und Kichern Klassenfotos mit oftmals längst vergessenen Schulereignissen und beschlossen schließlich, sich auch zukünftig regelmäßig zusammen zu finden. Absolut neu war jedoch, dass viele von ihnen gegenseitig ihre Email-Adressen austauschten und sich ganz begeistert vom Internet zeigten, das sie immer mehr als willkommene Informationsquelle anwenden. Somit brauchen sich die Damen im Großmutteralter hinter der Enkelkinder-Generation keineswegs zu verstecken; denn sie nutzen moderne Kommunikationsmedien immer selbstverständlicher und mit wachsender Begeisterung!