BR/NDR-Koproduktion „Das Ende der Geduld“ mit Martina Gedeck abgedreht

Am Donnerstag, 17. Oktober, gingen unter der Regie von Christian Wagner („Ghettokids", „Warchild") die Dreharbeiten für den Fernsehfilm „Das Ende der Geduld" in Berlin zu Ende.

Martina Gedeck („Das Leben der Anderen", „Die Wand") spielt in der BR/NDR-Koproduktion eine Jugendrichterin, die an die Grenzen ihrer Belastbarkeit geht. Stefan Dähnert hat das Drehbuch verfasst. Dabei stützte er sich auf einzelne Fallgeschichten, die die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig in ihrem Bestseller „Das Ende der Geduld" beschrieben hat, sowie auf eigene Recherchen bei Zeitzeugen. Gedreht wurde an Originalschauplätzen in Berlin. Die Ausstrahlung im Ersten ist für 2014 geplant.

Zum Inhalt: Im Zentrum der fiktionalen Geschichte steht die Jugendrichorinna Kleist (Martina Gedeck) im Kampf um einen Fall, der ihr sehr nahe geht. Sie legt sich mit dem jungen Intensivtäter Nazir (21) an, dem libanesischen Clan-Boss, der über die Drogengeschäfte in der Berliner Hasenheide herrscht. Für dessen kleinen Bruder Rafiq, der bald 14 und somit strafmündig wird, versucht sie, Verantwortung zu übernehmen – er war als Drogenkurier für Nazir unterwegs. Der schmächtige Junge wird ihre Mission. Rafiq eine Chance zu geben, heißt für die Jugendrichterin, ihm einen Denkzettel zu verpassen. Doch daraus entwickelt sich neues Unrecht. Corinna Kleist tritt eine Lawine ungekannter Gewalt los, die eine junge Liebe zerstört und ihre Vision bedroht.

Bildtext (o. und r.): Bayerischer Rundfunk 
Das Ende der Geduld Corinna Kleist (Martina Gedeck). 
© CWP-Film/Oliver Vaccar

 

 

Hintergrund: In ihrem Buch „Das Ende der Geduld" erklärt die Jugendrichterin Kirsten Heisig das sogenannte „Neuköllner Modell" und fordert eine ehrliche Debatte in der Bekämpfung von Jugendkriminalität. Eine Verschärfung der Gesetze lehnt sie strikt ab. Sie kämpft um eine bessere, schnellere und effektivere Arbeit bei Gericht, und die Presse feiert sie dafür. Anstatt Kirsten Heisig zu unterstützen und zu fördern, wird sie von der Berliner Politik und den Behörden hingegen alles andere als positiv begleitet. Die Jugendrichterin geht bis an alle Grenzen und über diese hinweg – vor allem ihre eigenen. Es ist die Bedrohung von außen und von innen, der Kirsten Heisig am Ende wohl nicht mehr standhalten konnte … 2010, kurz nach Veröffentlichung ihres Buchs, wurde sie tot aufgefunden.

Die Ausstrahlung von „Das Ende der Geduld" im Ersten ist für 2014 geplant

Weitere Informationen:
www.DasErste.de
www.br.de