Filmfest München: Enjoy – relax – flirt … und noch viel mehr

Als Eröffnungsfilm wurde „Un beau soleil intérieur“ von Claire Denis/Frankreich mit Juliette Binoche und Gérard Dépardieu ausgewählt.

Zu sehen sind allein 120 Deutschlandpremieren und 45 Weltpremieren. Allein in der Reihe „Neues Deutsches Kino“ gibt es 20 Weltpremieren. Im Fokus stehen dabei zwischenmenschliche Beziehungen (Partner, Patchwork-Familien etc.) etwa in der Berliner Komödie „Fikkefuchs“, im herausragenden Erstlingswerk von Sonja Kröner „Sommerhäuser“ oder in der surrealen Komödie „Fühlen Sie sich ausgebrannt oder leer?“ von Lola Randl.

Mit neuen Gesichtern, aktuellen Settings und mit historischen Stoffen wollen die Filmbeispiele in der Reihe „Neues Deutsches Fernsehen“ überzeugen: Tatort: „Fürchte Dich“ (Achtung: Horror!), „Zuckersand“ und „Ich gehöre ihm“, eine auf wahren Begebenheiten basierende traurige Geschichte über ein Schulmädchen und einen skrupellosen, so genannten Loverboy.

Das „Coming-of-Age“ – zu Deutsch: das Erwachsenwerden – thematisieren neue Werke des Weltkinos . Denn die Zeiten, als sich junge Menschen dem Diktat der Erwachsenen beugten seien vorbei, sie wehrten sich gegen politische Ignoranz und kapitalistische Denkmuster, so steht es jedenfalls in einer Pressemitteilung der Filmfest-Veranstalter. Entsprechende Beispiele bilden „The Burglar“ (Israel), Layla M. (Niederlande), Park (Griechenland).

Bildunterschrift (o.): „Their Finest – Gemma und Bill“ mit Catrin Cole (Gemma Arterton) und Ambrose Hilliard (Bill Nighy) bei den Dreharbeiten von "The Nancy Starling". © 2017 Concorde Filmverleih GmbH

 

Unter der Rubrik „Kreativer Widerstand“ ist der wichtige Film „I am not a witch!“ von Rungano Nyon aus Sambia einzuordnen, eine Sozialsatire über ein Mädchen, das von ihren abergläubischen MitbürgerInnen in ein Hexenlager gesteckt wird, wie es heute in bestimmten Gegenden Afrikas immer noch passiert.

An prominenten Gästen erwartet das Filmfest u.a. erwartet Nastassja Kinski (als Jurymitglied für den mit 50.000 Euro dotierten und von ARRI und Osram gestifteten CineMasters-Preis) und Sophia Coppola mit ihrer Mutter Elena Coppola.
Autorin: Doris Losch

 

Weitere Informationen:
www.filmfest-muenchen.de

 

Titelbild: Anna Bullard und Elisa Schlott in „Fremde Tochter“ © FILMFEST MÜNCHEN 2017