Conrad Mayer/Mira Mayer: „Die Paulus-Affäre – Mörderische Botschaften“

 

 

 

 

 

Zum Auftakt nimmt der Leser an einer atemlosen Jagd auf den Geschichtsprofessor Silvio Lamberti teil. Endpunkt der gezielten Todeshetze ist die Bibliothek im Vatikan. Dort stirbt Lamberti auf qualvolle Weise. Szenenwechsel, München, Maximilians Universität, Prof. Richard Benz, ebenfalls Geschichtsprofessor, beendet seine Lesung. Als er vom Tod seines Freundes Lamberti erfährt, nimmt er die Fährte auf, um – zunächst auf eigene Faust – dem Warum und Weshalb – der Ermordung seines Freundes auf die Spur zu kommen. Schon bald erfährt Benz, dass sein Freund Lamberti dicht an einer unglaublichen Entdeckung war: nämlich am Testament des Apostel Paulus, dies allein schon eine Sensation für die Fachwelt, ganz zu schweigen vom Inhalt dieses historisch so bedeutsamen Dokuments. Für Benz ist dies nun eine zusätzliche Herausforderung.

Als der geschiedene, zu neuen Bindungen unwillige Benz auf Clarissa Martius, aus München stößt, lässt er sich auf ihre Mitsuche ein. Hilfreich hierbei ist Clarissas Eigenschaft, als Medium wertvolle Mitteilungen zu machen, die Benz bei seiner Suche vorwärtsbringen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine – platonisch-zarte Beziehung. Durch die Handlung geistert der „Mann in Schwarz“, eine Romanfigur, die das Tempo immer wieder rasant anpeitscht. Neben München und Rom, führt die Suchaktion auch nach Neapel, Ischia und Istanbul. Das Geschehen verdichtet sich unter dem labyrinthartigen Kanalsystem der Hagia Sophia. Dort stoßen die beiden auf eine schier unglaubliche Bedrohung Europas.

 

Brikada-Bewertung: Nein, halbe Sachen sind nicht ihre Sache. Conrad und Mira Mayer – er von Haus aus Hotelier in München mit zahlreichen branchenspezifischen Ämtern, sie ein Medium mit Weitergabe der im Trance empfangenen Botschaften, haben es im vorliegenden „History-Mystery-Thriller“ auf unglaubliche Weise verstanden, den Leser auf eine höchst spannende Reise in die Vergangenheit mitzunehmen. Kein Krimi für „schwache Nerven“, zu schockierend sind manche Passagen – zum Beispiel über mittelalterliche Foltermethoden – die an moderne Gräueltaten erinnern. Es ist ihnen gelungen, den Bogen zur Gegenwart unverkrampft, ja wie en passant, zu schlagen. Insbesondere in der Schlussphase nimmt das an Hochspannung reiche Geschehen erneut an Tempo auf, um … nun ja – natürlich verraten wir an dieser Stelle nichts Weiteres … 

Alles in allem: Das Autorenteam legt mit seinem Erstling eine großartige schriftstellerische Arbeit vor. Die gelungene Mischung aus zart aufkeimender Liebe und hochbrisantem Crime, jeder Menge Mystery und History sowieso, lässt „Die Paulus-Affäre – Mörderische Botschaften“ als filmreife Vorlage denkbar erscheinen. Wir freuen uns auf einen spannenden Kinoabend!
Brigitte Karch

Über das Autorenduo: Dipl.-Kaufmann Conrad Mayer ist ein bekannter Münchner Hotelier. Seine Frau, Mira Mayer, studierte Kunstgeschichte und Operngesang. Sie selbst ist ein Medium. Gemeinsam haben sie drei Töchter und betreiben in München ein Hotel. Schriftstellerisch ist das Ehepaar erstmals mit "Die Botschaft der Seele " (2010) an die Öffentlichkeit herangetreten. Die "Paulus-Affäre" ist ihr erster Roman. Foto: Andy Weigel

Conrad Mayer/Mira Mayer: „Die Paulus-Affäre – Mörderische Botschaften“, Paperback, S. 432 Seiten, 14,99 Euro, ISBN 9783738645897, 1. Auflage 2015, auch als Hardcover und E-Book erhältlich, erschienen bei BoD-Books on Demand, Norderstedt.

Weitere Informationen: 
www.bod.de
www.conrad-hotel.de

Titelbild: © Conrad Mayer, Hagia Sophia – Shutterstock.com

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