ARD DasErste zeigt Romy Schneider Filme


Romy Schneider ist einer der wenigen ganz großen weiblichen Weltstars, die das deutsche Kino hervorbrachte. Bereits die 17-Jährige begeisterte als junge österreichische Kaiserin ein Millionenpublikum. Doch die Tochter des Schauspieler-Paares Magda Schneider und Wolf Albach-Retty wollte dem Klischee der unschuldigen Kindfrau entkommen. Mit Auftritten in Rolf Thieles „Die Halbzarte“ und in Géza von Radványis „Mädchen in Uniform“ enttäuschte sie ihr „Sissi“-Publikum.

Da ihr der deutsche Film keine künstlerische Zukunft bot, orientierte sie sich nach Frankreich. Durch die Bekanntschaft mit Alain Delon und die Zusammenarbeit mit Luchino Visconti befreite sie sich endgültig aus ihrem „Sissi“-Korsett. Nach nur wenigen Bühnenauftritten bejubelte die französische Presse Romy Schneider 1961 als Charakterdarstellerin. Sie drehte nun mit Topregisseuren wie Orson Welles und Otto Preminger und ging Anfang der 60er kurz nach Hollywood. Auftritte in Produktionen wie „Spion zwischen zwei Fronten“ oder „Inzest“ markierten eine weitere Wegstrecke ihrer Karriere, bevor ihr mit Claude Sautet 1969 endlich der entscheidende Durchbruch gelang. Für „Das Mädchen und der Kommissar“ “ in dem das Erfolgsteam Sautet-Piccoli-Schneider zum zweiten Mal vereint ist “ wurde sie von der französischen Presse überschwänglich gefeiert.

An der Seite von Jean-Louis Trintignant („Das wilde Schaf“) und wiederum Michel Piccoli („Trio Infernal“) entfaltete sie immer neue Facetten ihres schauspielerischen Könnens als sinnlich betörendes „charmantes Monster“, wie eine französische Zeitung schrieb. In Frankreich war sie nun eine Filmkönigin, Claude Chabrol schrieb ihr die Rolle in „Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen“ auf den Leib. Kurz nach der Premiere von „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“, wo sie in einer Doppelrolle brilliert, wurde Romy Schneider, deren Privatleben tragisch verlief, in ihrer Pariser Wohnung tot aufgefunden. Der Schauspieler und Regisseur Jean-Claude Brialy legte 43 rote Rosen am Totenbett nieder, für jedes Lebensjahr eine.

Quelle: MDR/Atlas-Film

Filme mit Romy Schneider sind zu sehen:

23. Mai 2007, 0.20 Uhr
Das Mädchen und der Kommissar
Max et les Ferrailleurs, Frankreich/Italien 1970
Darsteller: Romy Schneider, Michel Piccoli, Bernard Fresson, François Périer
Regie: Claude Sautet

24. Mai 2007, 0.50 Uhr
Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen
Les Innocents aux Mains Sales, Deutschland/Frankreich/Italien 1974
Darsteller: Romy Schneider, Rod Steiger, Paolo Giusti, Hans Christian Blech
Regie: Claude Chabrol

25. Mai 2007, 1.20 Uhr
Spion zwischen zwei Fronten
Triple Cross, Frankreich/Großbritannien 1966
Darsteller: Romy Schneider, Christopher Plummer, Yul Brynner, Gert Fröbe
Regie: Terence Young

28. Mai 2007, 11.00 Uhr
Mädchen in Uniform
Deutschland/Frankreich 1958
Darsteller: Romy Schneider, Lilli Palmer, Therese Giehse, Blandine Ebinger
Regie: Géza von Radványi

28. Mai 2007, 0.30 Uhr
Monpti
Deutschland 1957
Darsteller: Romy Schneider, Horst Buchholz, Mara Lane, Boy Gobert
Regie: Helmut Käutner

29. Mai 2007, 10.35 Uhr
Die Halbzarte
Deutschland/Österreich 1958
Darsteller: Romy Schneider, Carlos Thompson, Magda Schneider, Josef Meinrad
Regie: Rolf Thiele

29. Mai 2007, 0.20 Uhr
Gruppenbild mit Dame
Deutschland/Frankreich 1977
Darsteller: Romy Schneider, Brad Dourif, Michel Galabru, Vadim Glowna
Regie: Aleksandar Petrovic

2. Juni 2007, 2.15 Uhr
Trio Infernal
Le Trio infernal, Deutschland/Frankreich/Italien 1974
Darsteller: Romy Schneider, Michel Piccoli, Mascha Gonska, Andréa Ferréol
Regie: Francis Girod

3. Juni 2007, 1.20 Uhr
Das wilde Schaf
Le Mouton Enragé / Il Motone Infuriato, Frankreich/Italien 1973
Darsteller: Romy Schneider, Jean-Louis Trintignant, Jean-Pierre Cassel, Jane Birkin
Regie: Michel Deville

5. Juni 2007, 0.20 Uhr
Die Spaziergängerin von Sans-Souci
La Passante du Sans-souci, Frankreich/Deutschland 1982
Darsteller: Romy Schneider, Michel Piccoli, Helmut Griem, Mathieu Carrière
Regie: Jacques Rouffio

10. Juni 2007, 1.20 Uhr
Le Train “ Nur ein Hauch von Glück
Le Train, Frankreich/Italien 1973
Darsteller: Romy Schneider, Jean-Louis Trintignant, Nike Arrighi, Maurice Biraud
Regie: Pierre Granier-Deferre