Rita Falk: „Leberkäs-Junkie“

 

Dabei hat der Franz gar keine Lust, sich irgendwie zu strapazieren. Er bricht in Tränen der Rührung aus, als er seinen neu geborenen Sohn das erste Mal sieht und liebt seine Susi heiß und innig und sie ihn wohl auch. Aber irgendwie kommen sie sich nicht näher.
 

Mindestens genau so ärgerlich ist, dass dem Dorfpolizisten die heißgeliebten Leberkässemmeln vergällt werden und die Oma, eine begnadete Köchin, ihm nur noch Gmias vorsetzt. Und dann muss er noch den maximalpigmentierten Fußballer Buengo verhaften. Ach, es ist ein Jammer.

Aber wie immer löst der an sich nicht sehr helle Eberhofer Franz den Fall auf seine Weise und am Schluss applaudiert ihm sogar die Susi. Und Leberkäs darf er auch wieder essen.

Brikada-Empfehlung: Süffig zu lesen. Nix für Preußen. Warum der Eberhofer allerdings immer „wurst“ sagt und nicht „wurscht“ erschließt sich der Rezensentin nicht. Aber wurst.
Doris Losch

 

Über die Autorin: Rita Falk, Jahrgang 1964, geboren in Oberammergau, lebt noch immer in ihrer bayrischen Heimat und ist Mutter von drei erwachsenen Kindern. Sie hat sich mit ihrer Provinzkrimiserie um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer (›Winterkartoffelknödel‹, ›Dampfnudelblues‹, ›Schweinskopf al dente‹, ›Grießnockerlaffäre‹ und ›Sauerkrautkrautkoma‹) sowie den Romanen ›Hannes‹ und ›Funkenflieger‹ in die Herzen ihrer Leser  Foto: Astrid Eckert
 

Rita Falk: "Leberkäs-Junkie", kartoniert, 320 Seiten, Euro 16.90, ISBN 978 3 423 26085 5, erschienen im dtv-Verlag, München.
 

Weitere Informationen:
www.dtv.de

Bei Amazon kaufen