Anne Fine „Feuer und Asche“


Er ist mitfühlend, zärtlich, treu, kann gut kochen und ist der perfekte Liebhaber. Mit anderen Worten: Geoffrey ist Tillys Traummann “ doch dann ziehen sie zusammen… Und dann beginnen auch die Schwierigkeiten des ganz alltäglichen Lebens zwischen Tilly und Geoffrey, dessen Schwächen sie einerseits unbarmherzig analysiert, andererseits aber auch bereit ist zu tolerieren, aber nur, wenn das feige Lügen und dreiste Ausweichen aufhört. Ihrem Wunschbild einer harmonischen Familie versucht die Romanheldin bis zum Ende auf Biegen und Brechen näher zu kommen. Ein über weite Strecken hinweg amüsant zu lesendes Buch, das dem Leser bisweilen aber auch eine Menge Selbstbeherrschung abverlangt, um nicht auf den Tisch zu hauen und um endlich “ quasi als Mitspieler – Klarheit in das familiäre Drunter und Drüber zu bringen. Das überraschende Romanende lässt den Leser fast sprachlos zurück.

Erneut handelt es sich bei "Feuer und Asche" um einen Roman voll unkonventioneller Überraschungen. Stilistisch legt Anne Fine eine spritzig-leichte Lektüre vor, nicht ohne bissiger Kommentare, jedoch mit pfiffigen, schlagfertigen Dialogen. Ein Lesevergnügen mit Krimi-Effekt!

Anne Fine „Feuer und Asche“. Roman. Aus dem Englischen von Ulla Kösters, Leinen, 272 S., Euro 19.90 Euro, ISBN 3-257-06533-7, 2006. Diogenes Verlag, Zürich.

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