Helga Beyersdörfer: „Die Sammlerin“


Annika Clement ist "Die Sammlerin" und damit Hauptfigur des spannend angelegten Kriminalromans. Sie durchläuft ihre persönliche Metamorphose, wobei sie der Leser durch alle Höhen und Tiefen ihrer Diätleidenschaft und ihrem etwas seltsamen Sinn für Gerechtigkeit mit starkem Hang zum Kriminellen begleitet. Das Krimi-Sujet spielt im Frankfurter Theaterbetrieb ab, und es gilt, das Annika Clements heißgeliebtes Burghoftheater mit allen Mitteln vor der Schließung zu bewahren.

Helga Beyersdörfer karikiert das Bild vom „typischen“ Verhältnis eines Kulturbetriebs auf der verzweifelten Suche nach Fördermitteln. Alles in allem eine bisweilen groteske Krimi-Komödie mit zum Teil bitterbösem schwarzem Humor. Bis zum Ende dieses bisweilen realitätsstrotzenden Krimis bleibt der Spannungsbogen ungebrochen. Eine flott geschriebene, lesefreundliche Lektüre.

Die Autorin ist in Hessen geboren und arbeitete lange Zeit als freie Journalistin u.a. für „Zeit- Magazin“, dann als Redakteurin bei Frankfurter Rundschau, SAT1 und Stern. Heute lebt sie in Hamburg und Berlin. Helga Beyersdörfer ist Mitglied der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur „Das Syndikat“.

Helga Beyersdörfer „Die Sammlerin“. 320 Seiten, Taschenbuch, 7,95 Euro, ISBN: 3-426-63311-6, ISBN-13:978-3-426-63311-3, Knaur Taschenbuch Verlag

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