Loriot: „Spätlese“

Die Spätlese, herausgegeben von seiner Tochter Susanne von Bülow, erfreut Loriot-Fans mit unveröffentlichten Zeichnungen aus den 50-er und frühen 60-er Jahren. Die Knollennasen waren damals noch nicht ganz so knollig, spielten zuweilen sogar ins spitzige hinein, aber der Blick für das Absurde im alltäglichen Gewühle, der war schon untrüglich. Und etwas Unerwartetes zum Ausklappen gibt es auch (kein Playgirl!).

Besonders erfreut die Galerie „Große Deutsche“, angereichert durch Unveröffentlichtes inklusive Karl Valentin und des Alten Fritzen. Herrlich ist das Porträt des 20-DM-Scheins! Wie immer ein Genuss sind die Mops-Porträts. Gänzlich unerwartet trifft Loriot-Freunde die Galerie der „Nachtschattengewächse“ mit kubistischen Stilementen – Picasso meets Loriot.

Brikada-Bewertung: Loriot-Freunde können nicht umhin, 40 Euro über den Ladentisch zu blättern und das Werk nach Hause zu tragen, besser zu fahren, denn es ist schwergewichtig.
Doris Losch

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Loriot: „Spätlese“, herausgegeben von Susanne von Bülow, Peter Geyer, OA Krimmel, Hardcover Leinen mit Schutzumschlag, 368 Seiten, 39,90 Euro, ISBN: 978-3-257-02121-9, erschienen im Diogenes-Verlag, Zürich.

Außerdem: Im Literaturhaus München findet noch bis zum 12. Januar 2014 die Ausstellung Spätlese statt, in der viele Exponate aus „Gästebuch“ und „Spätlese“ gezeigt werden. Die Ausstellung wandert in die Galerie Stihl in Waiblingen weiter, 25. Januar bis 21. April 2014.

Weitere Informationen:
www.diogenes.ch