Sara Gran: „Das Ende der Welt“


In ihrem zweiten großen Fall – nach der „Stadt der Toten“ – wird ihre große Liebe Paul erschossen. Die ohnehin am Rande eines finalen Nervenzusammenbruchs bzw. des Wahnsinns balancierende Claire DeWitt ermittelt im, davon ist sie überzeugt, Kali Yuga, dem Zeitalter, in dem sich die Menschen mit Vorliebe und aus Dummheit gegenseitig abmurksen.

Sie folgt den Lehren ihres großen Vorbildes Jacques Silettes, des französischen Übervaters aller Detektive und Detektivinnen. Merkwürdige Detektiv-Comics aus ihrer Jugend spielen ebenfalls eine Rolle, geschrieben von einer Cynthia Silverton, die es vielleicht nie gegeben hat.

Der Roman spielt in New York und San Francisco und Umgebung. Äußerst schräge Typen tauchen auf. Drogen, Prostitution, Glücksspiel bilden die Rahmenhandlung, Musik, Zickenkriege, und immer wieder Liebe, ob echt oder falsch, vereinen sich zu einem unverwechselbaren fast giftigen Cocktail. Claires Liebe zum ermordeten Paul und die Sucht nach Wahrheit treiben sie ruhelos dem Abgrund zu.

Doch sie schrammt ganz knapp an der Katastrophe vorbei. Was gut ist, denn somit dürfen die Leser auf einen dritten Band mit Claire DeWitt hoffen.

brikada Bewertung: Kein Zweifel, sie hat nicht alle Kekse in der Dose, die Claire DeWitt und es ist nicht leicht, sich mit ihr zu identifizieren. Aber sie ist zutiefst menschlich und wir bangen und hoffen mit ihr und sind gefangen von Hochspannung.
Doris Losch

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Sara Gran: „Das Ende der Welt“ – Claire DeWitt ermittelt, Paperback, 368 Seiten, Euro 14.99, ISBN 978 3 426 22637 7, erschienen im Droemer-Verlag, München.

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