Heike Denzau: „Marschfeuer“


Zum Inhalt: Ein Brandstifter treibt sein Unwesen in der Wewelsflether Kleingartenkolonie. Als in einer der abgebrannten Hütten eine Leiche entdeckt wird, sind Oberkommissarin Lyn Harms und ihre Kollegen von der Kripo Itzehoe gefordert. Wer tötete den Bewohner der Gartenhütte? Und was hat das spurlose Verschwinden des Werftbesitzers Jacobsen damit zu tun? In den Fokus der Polizei gerät eine Gruppe Jugendlicher. Doch die Clique schweigt eisern.

brikada-Bewertung: Es ist vor allem der gut durchdachte Handlungsablauf mit dem es Heike Denzau gelingt, den Leser durchgehend in Spannung zu halten. Aber nicht nur das. Bewusst führt sie in kriminalistische Sackgassen, baut geschickt verzögernde Momente ein, setzt Fährten, die den Leser („Na klar, der muss der Täter sein“) ins Leere führen und erst fast zum Schluss nimmt die Tätersuche eine überraschende Wende. Die klar und psychologisch gut gezeichneten Charaktere erweckt die Autorin zu überzeugenden Handelnden. Trotz ernster Thematik, bleibt ein befreiender Humor nicht auf der Strecke.„Marschfeuer“ hat das Zeug zur Drehbuchvorlage. Der Krimi rollt vor den Augen des Lesers wie ein gut gemachter TV-Krimi ab. Lyn Harms, gespielt vielleicht von Maria Furtwängler oder Sabine Postel, wer weiß … warum nicht?
bk

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Heike Denzau: „Marschfeuer“, Kriminalroman, Broschur, 13,5 x 20,5 cm, ca. 256 Seiten, Euro 9,90, ISBN 978-3-89705-919-1, erschienen im emons Verlag, Köln

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