Diane Wei Liang: „Das Jadeauge“


Als ein Freund ihrer Mutter Mei bittet, ein Jadesiegel aus der 1000 Jahre zurückliegenden Han-Dynastie aufzuspüren, das während der Kulturrevolution verschwand, wird die junge Frau in einen Fall verdächtiger Geschäfte mit Antiquitäten verstrickt. Er führt sie zurück in die Zeit Maos, zu Arbeitslagern und zu den unzähligen Toten – wie auch ihr Vater – für die niemand zur Rechenschaft gezogen wurde. Sie kommt einem dunklen Familiengeheimnis und einem üblen Verrat auf die Spur. Die selbstbewusste Ermittlerin lehnt es aber ab, in die Welt der Neureichen zurückzukehren, der ihre Schwester Wang angehört.

Über die Autorin:
Diane Wei Liang verließ nach dem "Tiananmen-Massaker", dem Aufstand auf dem Platz des himmlischen Friedens, Beijing, um im Westen zu leben. Sie ist jedoch mit den sozialen Verhältnissen im China von heute so vertraut, dass sie mit ihrem Roman ein fesselndes Bild vom Leben der kleinen Leute in den Altstadtgassen und dem Luxus der "besseren Gesellschaft" in den modernen Hochhäusern der Metropole entwerfen konnte.

brikada-Bewertung: Der Krimi bietet interessante Einblicke in die Gedankenwelt einer emanzipierten und freiheitsliebenden jungen Frau im modernen China und die Zwänge, denen die Menschen dort immer noch unterliegen.
Isolde Bräckle

Leserbewertung:
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Diane Wei Liang "Das Jadeauge", aus dem Englischen von Susanne Hornfeck, 271 Seiten, kartoniert, 7,95 Euro, ISBN 3548280714, Ullstein TB Verlag.

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