Kate Christensen: „Feldmans Frauen“


"Wenn ich an Kunst denke, denke ich an Frauen. Frauen sind das Geheimnis des Lebens" – lautet ein Kernsatz des Vorworts. Dieses kommt als Nachruf daher und skizziert bereits vom Romanbeginn einen von der Autorin durchaus originell beschriebenen Kunstskandal. Nicht ohne boshafte Geschichten, nicht ohne Sex und nicht ohne geschliffene Formulierungen.

Inhaltlich dreht sich alles um den New Yorker "Oscar Feldman, einer der herausragenden Vertreter des Figurative Painting, der gegenständlichen Malerei, dessen gewagte und innovative weibliche Akte zu den meist bewunderten und einflussreichen Kunstwerken der jüngsten Zeit gehören", wie es in dem einleitenden Nachruf weiterhin heißt.

Zurückgelassen hat er seine Frau, seine Geliebte und seine Schwester. Wie Filmsequenzen zeichnet die Autorin Oscar Feldmans Leben, Denken und Handeln nach, ein Künstler, der vor allem nackte Frauen gemalt hat. Als zwei Journalisten die Biographie des großen Meisters verfassen wollen, räumen die drei Frauen mit dem verklärten Mythos des Malers auf.

brikada-Bewertung: Eine spöttisch-boshafte Geschichte, die vor allem durch die Übersetzung von Kristina Lake-Zapp zum Lese-Hochgenuss mit beiträgt.

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Kate Christensen: "Feldmans Frauen", 352 Seiten, Hardcover, 16,95 Euro, ISBN 3-426-19861-4, erschienen bei Droemer Belletristik.

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