Katryn Berlinger: „Der Kuss des Schokoladenmädchens“


Es ist 1902 – eine Zeit gravierender politischer und wirtschaftlicher Veränderungen. Für viele in Europa lebende Menschen eine trügerisch-ruhige Zeit. Madelaine Gürtler, die einst als "Schokoladenmädchen" mit ihren süßen Kreationen Furore und die Männer verrückt machte, ist mit ihrem Mann, dem Grafen Mazary, in seine Heimat Ungarn gezogen. Doch ihre Ehe steht unter keinem glücklichen Stern: Der lang erwartete männliche Erbe bleibt aus, und Madelaine erträgt den Druck kaum mehr, den die gräfliche Familie auf sie ausübt. Verzweifelt flüchtet sich Madelaine in die Arme eines anderen Mannes, doch dann droht sie die Liebe beider Männer zu verlieren.

brikada-Bewertung: Es sind drei Handlungsstränge, die mit wechselnder Betonung den Roman durchziehen: das anrührende persönliche Schicksal der Romanheldin, die bewegenden Schilderungen politischer und sozialer Gegebenheiten vor dem 1. Weltkrieg und die Beschreibung der begnadeten Chocolatière, Madelaine Gürtler, die mit ihren köstlichen Schokoladen wie Pralinen, Kuchen, Torten und Gebäck die Menschen nah und fern beglückt. Der Autorin gelingt es auf überzeugende Weise, sinnenfrohe Passagen besonders anschaulich zu beschreiben.
bk

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Katryn Berlinger: "Der Kuss des Schokoladenmädchens", Taschenbuch, 528 Seiten, 8,95 Euro, ISBN 978-3-426-63989-4, erschienen im Verlag Knaur.

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