Tanja Kinkel besticht mit „Venuswurf“


Tanja Kinkel-Anhänger haben allen Grund zum Jubeln; denn mit dem jüngsten Roman „Venuswurf“ hat die aus Bamberg stammende Autorin abermals einen ganz großen Wurf gelandet! Spannung pur verheißt ihr neuester Roman, der sich in der Epoche der Julisch-Claudischen Kaiserdynastie (27 v. Chr. bis 68 n. Chr.) abspielt.

Zwei faszinierende Frauen stehen im Zentrum einer packenden Geschichte aus dem dekadenten Rom im Jahre 7 n. Chr. – zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Julilla, die Enkelin des Augustus, setzt alles daran, ihren Bruder durch eine geschickt eingefädelte Intrige an die Spitze des Imperiums zu bringen. Als Werkzeug ihrer Machtspiele soll die Zwergin Andromeda dienen. Diese jedoch verfolgt eigene Pläne, seit sie als Sklavin aus der Provinz in die pulsierende Metropole verkauft wurde.

Durch Andromedas Augen lernt der Leser Rom in all seinen Facetten kennen: die Subura, das dampfende, dröhnende Viertel und den strahlenden Palatin. Die Welt der Reichen, des Luxus und der dekadenten Feste, die sich als Welt der Lüge, der Täuschung, der Manipulation und der Intrige entpuppt. Übrigens, „Venuswurf“ bezeichnet beim Würfeln jenen Spielzug, mit dem man alles gewinnen kann – oder alles verliert. Andromeda, Julilla – und auch der Dichter Ovid – müssen schließlich den Venuswurf wagen.

Aufschlussreiche, packende Hintergrundinformationen im Anhang des Romans runden das Werk ab.

Tanja Kinkel, Venuswurf, 494 Seiten; gebunden mit Schutzumschlag; ISBN 3-426-66210-8; 19,90 Euro; erschienen im Knaur Verlag, München.

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