Margit Schönberger: Ab 50 erst recht mit Schwung


Dem schier unausrottbaren Vorurteil „Mit 50 geht’s bergab“ bietet Margit Schönberger, Journalistin und Autorin mehrerer Bücher, mit ihrem jüngsten Werk entschieden Paroli. Flockig-leicht erzählt sie, wie sie mit einer Mischung aus weiblichem Charme und gesundem Menschenverstand mehr oder minder schwieriger Alltäglichkeiten meistert und Probleme amüsant und elegant löst. Mit ihrer heiteren Schreibe sorgt sie für unterhaltsamen Lesespaß, gleichwohl ist „Don’t Worry, be fifty“ nicht ohne gehaltvollen Tiefgang. Die Leserin schaut ihr dabei gewissermaßen über die Schulter und kann sich eine Menge patenter Denk- und Verhaltensweisen „vor und nach 50“ abschauen. Ja, genau betrachtet, beschreibt Margit Schönberger ihr persönliches Da-Sein nach Art einer Komödie. Wie bei dieser hat die Leserin viel zu Lachen und zu Schmunzeln, doch auch manch Nachdenkliches findet hier seinen Platz. Hübsch zu lesen ist das letzte Kapitel „Zum Abschied“. Hier zitiert die Autorin zwei ihrer Lieblingsgedichte “ eines von Rainer Maria Rilke, das andere von von Federico García Lorca – die ihr stets hilfreich waren, schwierige Situationen im Leben zu bewältigen. Anstoß genug, sich nunmehr auf zumachen, um als über 50-Jährige das „restliche“ Leben selbstbewusst und frei von Minderwertigkeitskomplexen zu durchmessen.

Margit Schönberger „Don’t worry, be fifty“, 288 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 3-426-27388-8; 14,90 Euro, erschienen im Droemer Verlag, München.

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