Nicola Förg: „Nachtpfade“


Die Handlung beginnt eher behäbig, um dann zunehmend an Fahrt zu gewinnen. Plötzlich sit der Leser mittendrin, im spannungsgeladenen Geschehen: Als Leiche am Ufer des idyllischen Soiener Sees zu enden war wohl kaum jene bessere Zukunft, die sich die junge Frau erträumt hatte, als sie zusammen mit ihrer Mutter 1992 aus der Uckermark ins Allgäu gekommen war. Kommissar Gerhard Weinzirl, ein Mann mit Faible für Weißbier und Schweinsbrat’n und einem Hang zu den falschen Frauen, sowie seine clevere und bildhübsche Kollegin Evi Straßgütl stöbern im Leben der Toten: Sie wechselte ihre Jobs auffallend häufig und besaß eine Marotte “ sie ging nächtelang spazieren. Musste sie sterben, weil „es sich einfach nicht gehört“, dass man die Nacht zum Tag macht? Hatte sie etwas gesehen, was sie besser nicht gesehen hätte?

Gerhard und Evi geraten in ein Netz aus Andeutungen und Halbwahrheiten. Verstockte Dorfbewohner, gar nicht waidgerechte Jäger und bauernschlaue Waldbesitzer führen den Beweis: Auf der Alm gibt’s eben doch a Sünd und jede Menge böse Buben.

Über die Autorin:
Nicola Förg, Jahrgang 1962, arbeitet als freie Reisejournalistin für namhafte Tageszeitungen, Publikumsmagazine und Fachmagazine “ vor allem für solche, die Bergtourismus, Skispass und Reiterreisen zum Thema haben. Sie hat zudem ein Dutzend Reiseführer und Bildbände verfasst. Sie lebt im Ammertal in Bad Bayersoien.

Nicola Förg „Nachtpfade“ Oberbayern Krimi 4, 224 Seiten, Broschur, 9,00 Euro, ISBN 978-3-89705-522-3, erschienen im emons Verlag.

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