Myla Goldberg „Nur ein Tropfen Glück“


Die Handlung wird umrankt von Marginalien aus Selbstgesprächen, Zeitungsberichten, Behördenschreiben, die zum Teil der historischen Wirklichkeit folgen und so einen tiefen Einblick in das Boston zwischen 1910 und 1930 zur Zeit des Ersten Weltkriegs und der Spanischen Grippe-Epidemie erlauben. Erzählt wird die Geschichte von Lydia, die einen unscheinbaren Medizinstudenten heiratet, der aber bezaubernde Briefe schreiben kann, die das junge Paar zusammen mit einem dubiosen „Heiltrunk“ verkauft. Der junge Mann stirbt an der Grippe und Lydia riskiert ihr Leben als Krankenschwester in einer Quarantänestation, wo Häftlinge als Versuchskaninchen missbraucht werden, während sie ohnmächtig zusehen muss, wie der gerissene Geschäftspartner ihres Mannes durch den zum Kultgetränk gewordenen Heiltrunk reich wird. Er wird zu einem der wohlhabendsten Bürger Bostons, aber auch zu einem der unglücklichsten, während Lydia schließlich ein bescheidenes Glück findet.

Myla Goldberg „Nur ein Tropfen Glück“, Roman, aus dem Amerikanischen von Anke Caroline Burger, 368 Seiten, geb., Euro 19,95, ISBN 3-89667-315-7, Karl Blessing Verlag München.
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