Gisa Klönne: „Unter dem Eis“


Hochsommer in Köln: da ist die alleinstehende alte Frau mit ihrem treuen Schäferhund als täglicher Begleiter, ein Junge, der plötzlich spurlos verschwindet und die Kriminalkommissarin Judith Krieger, die ausgerechnet jetzt nach Kanada aufbricht, um dort nach ihrer alten Schulfreundin, eine Vogelforscherin, zu suchen. Begebenheiten wie sie fast alltäglich sind. Ratlose, verzweifelte Eltern, Kriminalpolizisten, die mühsam die Verbrechensmosaike zusammensetzen müssen, um dann vor den menschlichen Unzulänglichkeiten Verrat, Vertrauensmangel und Lieblosigkeit nahezu zu kapitulieren.

Die Autorin knüpft die Handlungsstränge so geschickt zusammen und lässt sie wieder auseinanderlaufen “ wie Eisenbahnschienen, die sich im Unendlichen zu treffen scheinen und doch niemals treffen.

Gisa Klönne baut klug wohldosiert die Spannung auf und steigert sie unvermindert bis zur letzten Seite. Ihr gelingt es auf faszinierende Weise, die Kriminalromanfiguren psychologisch auszuloten.

Gisa Klönne „Unter dem Eis“, 368 Seiten, 18,00 Euro, ISBN:3-550-08645-8, erschienen im Ullstein Verlag.

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