Friederike Schmöe: „Januskopf“


Der Handlungsablauf ist rasch erzählt: Im unterfränkischen Königsberg stürzt eine Frau in den Tod. War es ein Unfall, Selbstmord oder gar Mord? Dem neuen Klienten der Bamberger Privatdetektivin Katinka Palfy wird der mysteriöse Todesfall per anonymem Brief in die Schuhe geschoben. Noch rätselhafter ist allerdings der Mann selbst: Ewald Isenstein leidet seit einem Unfall an einer Persönlichkeitsspaltung, sein Innenleben ist unberechenbar. Katinka hält ihn für unschuldig, doch dann geschehen zwei Morde, und Isenstein hat wieder kein Alibi. Als auch ein Anschlag auf Katinka verübt wird, macht Kommissar Harduin Uttenreuther eine erstaunliche Entdeckung: Der Mörder scheint E.T.A. Hoffmanns Roman Die Elixiere des Teufels »nachzuspielen«. Doch wenn das stimmt, wird es einen dritten Mord geben …

Der Autorin gelingt es mit „Januskopf“ erneut, einen zügig geschriebenen, leicht lesbaren Krimi vorzulegen. Interessant ist die Idee, die Geschichte mit E.T.A. Hoffmanns Roman Die Elixiere des Teufels zu verquicken. Ebenso sorgen psychologischen Aspekte für neue Perspektiven, wie man sie so in den vorgehenden Palfy-Büchern nicht vorfand.

Insgesamt bleibt abzuwarten, wie lange die Autorin “ neben dem siebten Katinka Palfy-Krimi, der sich derzeit in der Mache befindet “ weitere Fälle um die Privatdetektivin zu inszenieren. Immerhin macht Friederike Schmöe in einem fiktiven Gespräch mit ihrer Kriminalromanfigur Katinka Palfy gewisse Andeutungen über Zukünftiges. Nachzulesen im KrimiJournal 2-2007 „Portrait“, erhältlich im Buchhandel oder als pdf herunterladbar von der Website des Gmeiner Verlags.

Friederike Schmöe „Januskopf“- Katinka Palfys sechster Fall, 271 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-89977-737-6, 9,90, erschienen im Gmeiner Verlag, Meßkirch

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