Dr. Miriam Monshausen: Sport macht Gefäße geschmeidig


Langfristig gesehen und wenn regelmäßig „gesportelt“ wird, reduziert sich dadurch sogar das Risiko für koronare Herzerkrankungen.

Die Arbeitsgruppe um Dr. Miriam Monshausen von der Universitätsklinik Bonn, hat die Auswirkungen von Ausdauer- und Kraftsport auf die Blutgefäße bei 107 Probanden (Durchschnittsalter 51 Jahre) in einem Sportstudio untersucht. Dabei wurde jeweils vor und nach einem 30-minütigen Ausdauertraining, einem Krafttraining und einem kombinierten Ausdauer-Krafttraining anhand zweier Messwerte die Dehnbarkeit der Gefäße ermittelt. Die Gefäßdehnbarkeit hat sich durch alle drei Trainingsformen signifikant verbessert, die Gefäße sind „geschmeidiger“ geworden.

Langfristig gesehen wird das Training sogar zu einem Schutz für das Herz, wie Dr. Monshausen deutlich macht: Ausdauer- und Krafttraining oder eine Kombination aus beiden machen die Gefäße geschmeidig und können bei regelmäßiger Durchführung sogar das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen (z. B. Angina Pectoris, Herzinfarkt) senken. Die Empfehlung lautet denn auch: zum Beispiel 2 bis 3 Mal pro Woche für 30 Minuten lang sporteln. Kombiniert mit einer gesunden und cholesterinbewussten Ernährung ist der Schutzeffekt für Herz und Kreislauf noch effektiver.

Quelle: Deutsche Medizinische Wochenschrift 2006; 131: S 183 – S 184/V(Ige)