DBS/NPC: Behindertensportler 2012 in Köln gekürt


Birgit Kober (41, TSV Bayer 04 Leverkusen) gewann bei den Paralympics Gold im Kugelstoßen und im Speerwerfen. Sie lebt von Hartz IV und kämpft vor Gericht gegen eine Münchner Klinik, die sie durch medizinische Behandlungsfehler in den Rollstuhl gebracht haben soll.

Das Frauen-Rollstuhlbasketballteam um Kapitänin Marina Mohnen, trainiert von Holger Glinicki, hatte das Endspiel um Paralympics-Gold gegen Australien gewonnen. Es war der erste deutsche Triumph in dieser Mannschaftssportart seit 1984.
Jochen Wollmert (47, RBS Solingen) war Paralympics-Sieger im Tischtennis. Nach dem Finalmatch tröstete er seinen Gegner, den Briten Wiliam Bayley, und erhielt dafür den Fair-Play-Preis. Er hat zum sechsten Mal an den Paralympics teilgenommen und in Einzel- und Teamwettbewerben fünf Gold-, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen gewonnen.
Vier Wochen lang konnte im Internet, unter anderem auf sportschau.de, zdfsport.de, sport1.de und kicker.de, online abgestimmt werden. Das ZDF-Morgenmagazin stellte die nominierten Sportler und Sportlerinnen vor.
Im Rahmen der Ehrung der Behindertensportler des Jahres 2012 wurde Gerda Pleitgen vom Deutschen Behindertensportverband für ihr Engagement im Behindertensport mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Frau Pleitgen war von 1998 bis 2009 Vorsitzende des ehemaligen Förderkreises Behindertensport. Mit ihrem Amtsantritt begann der Aufstieg des Förderkreises zu einem herausragenden Förderinstrument des Behindertensports in Deutschland.
Weitere Informationen:
www.dbs-npc.de
(Der Link wurde am 27.11.2012 getestet.)

Bildunterschrift (v.l.1. Reihe): Birgit Kober, Holger Glinicki (Bundestrainer Rollstuhlbasketball Damen), Maya Lindholm, Annabel Breuer, Edina Müller; von links 2. Reihe: Friedhelm Julius Beucher (Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes), Jochen Wollmert, Marina Mohnen, Gesche Schünemann, Heike Friedrich, Dr. Hans Jürgen Völpel (Mannschaftsarzt). Foto: DBS/ Ralf Kuckuck