DSV: Biathlon: Darya Domracheva, Magdalena Neuner Sechste


Nachdem sich Neuner bereits am Samstag die große Kristallkugel sicherte, holte sich Domracheva nun den Disziplin-Weltcup. Zunächst sah im Weltcup-Finale, dem Massenstart über 12,5 Kilometer, alles nach einer erneuten Galavorstellung der abtretenden Gesamtweltcupsiegerin und Weltmeisterin Magdalena Neuner (SC Wallgau) aus. In beiden Liegendschießen konnte sie trotz teils böigem Wind fehlerfrei bleiben. Gefolgt von Marie Laure Brunet aus Frankreich und der Slowakin Anastasiya Kuzmina lief die 25-Jährige in überragender Form das letzte Rennen ihrer Laufbahn als Leistungssportlerin.

Im ersten Stehendanschlag hatte die zweifache Olympiasiegerin dann jedoch mit den Windverhältnissen und den Nerven zu kämpfen. Vier Scheiben ließ sie stehen, was sie eine Strafstrecke von 600 Metern kostete. Fast aussichtslos auf einen Sieg, kämpfte sie trotzdem beharrlich weiter. Mit etwas mehr als einer Minute Rückstand auf Dauer-Rivalin Darya Domracheva ging die Rekord-Weltmeisterin in die dritte Runde. Die Weißrussin war ebenso wie Tora Berger aus Norwegen im Stehendschießen fehlerfrei geblieben, hatte aber bereits nach dem ersten Liegendanschlag eine Strafrunde absolviert. Kuzmina und Brunet ließen jeweils eine Scheibe stehen und fielen ebenfalls zurück.

Neuner Laufstärkste im Feld
Nach ihrer verpatzten Schießeinlage zeigte Magdalena Neuner einmal mehr ihre überragende Laufleistung. Trotz zwei weiteren Fehlern im letzten Schießen kämpfte sie sich mit der besten Laufzeit im Feld noch auf Rang sechs vor. Im Ziel fehlten ihr 56 Sekunden auf die Siegerin Domracheva und nur 4,4 Sekunden auf Brunet, die 19 Scheiben traf. Zwar hatte es heute nicht für einen Sieg gereicht, trotzdem konnte Neuner auch bei ihrem Karriereabschluss eindrucksvoll ihre Leistungsstärke unter Beweis stellen.

Henkel in Top-Ten
Mit insgesamt drei Schießfehlern landete Andrea Henkel (SV Großbreitenbach, 1/1/0/1) beim letzten Saisonrennen auf Rang zehn. Damit rutschte sie in der Gesamtwertung im Massenstart hinter Domracheva, Berger und Brunet auf den vierten Platz zurück. Im Gesamtweltcup steht die Thüringerin am Ende der Saison an Position acht.

Hildebrand als gute Schützin bewährt
Nach den für sie etwas enttäuschenden Resultaten bei der Heim-WM in Ruhpolding, konnte Franziska Hildebrand (0/0/1/0) beim Abschlussrennen erneut ihr Potenzial zeigen. Die als gute Schützin bekannte 24-Jährige ließ auch heute nur eine Scheibe stehen und kam am Ende auf Rang 14 ins Ziel. Ihre bislang erfolgreichste Saison schloss die Athletin vom WSV Clausthal-Zellerfeld auf Platz 23 im Gesamtweltcup ab.
(Quelle: DSV)

Weitere Informationen:
www.deutscherskiverband.de

Bildunterschrift: Servus, Lena! Die 25-Jährige beendet mit dem heutigen Tag ihre Sportlerlaufbahn. Was sie zukünftig anpacken will, bleibt noch offen. Foto: DSV

(Der Link wurde am 18.03.2012 getestet.)