Das Residenzensemble Schwerin im „Welterbefieber“

 

 

 

 

Außergewöhnlich. Atemberaubend. Authentisch. – Das Residenzensemble der Landeshauptstadt Schwerin bietet Kulturgenuss auf höchstem Niveau und ist auf dem Weg, UNESCO-Welterbestätte zu werden. Das imposante und wertvolle Ensemble der Städtebau- und Gartenkunst symbolisiert wie kaum ein anderer Ort die Herrschaftsverhältnisse und das Selbstverständnis der adeligen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Das Schloss, als wohl letzter großer Residenzbau Mitteleuropas, zusammen mit dem Alten Garten als einstigen Paradeplatz, dem romantischen Schlossgarten, dem Mecklenburgischen Staatstheater, dem Staatlichen Museum, dem Marstall, der großherzoglichen Dampfwäscherei und vielen weiteren baulichen Prunkstücken prägen das Stadtbild und die Identität der Schlossstadt. Die "Kulturlandschaft des romantischen Historismus" zeigt sich heute noch wie ein Fingerabdruck der höfischen Repräsentation des 19. Jahrhunderts und ist damit von besonderer Bedeutung für die Geschichte der Menschheit. Berühmte Baumeister wie Demmler, Semper und Stüler haben sich hier ausgetobt.
 

Bildunterschrift (r.): Sternenhimmel in der Schlosskirche Schwerin, Foto: Susanne Scharf
 

Von wegen eingestaubte Geschichte! Bereits zum dritten Mal feiert die Landeshauptstadt den UNESCO-Welterbetag und gewährt interessierten Einwohnern und Gästen am Sonntag, 5. Juni 2016 eine eindrucksvolle Zeitreise in den romantischen Historismus mit vielen architektonischen Highlights in märchenhafter Kulisse. An insgesamt 19 Orten werden thematische Führungen, Ausstellungen und Aktionen von Schweriner Vereinen und Institutionen angeboten. So können sich kleine Kultur-Entdecker beispielsweise im Schlossmuseum mit dem Petermännchen auf wundersame Reise zu den Pyramiden begeben. Während die Schlosskirche zur Führung mit Orgelmusik unter Sternenglanz einlädt, bittet der Schlossverein zum historischen Kaffeekränzchen im Burggarten. Am Jugendtempel kann fröhlich beim Konzert gepicknickt werden. Wer sich dafür interessiert, wie all die Halbedelsteine im Rohzustand vor ihrem herzoglichen Einsatz im Schloss aussahen und bearbeitet wurden, sollte definitiv der Schleifmühle einen Besuch abstatten.
 

 

 

 

Bildunterschrift (l.): Idyllisches Antlitz der geschichtsträchtigen Schleifmühle Schwerin, Foto: Christina Korr

Der Schweriner Gästeführerverein bietet an diesem Tag an vielen Orten kostenfreie Sonderführungen an. Für alle Schlossfans: Seit Mitte Mai ist der historische Schlossinnenhof an den Wochenenden von 10 bis 20 Uhr endlich wieder für Besucher geöffnet.

 

Weitere Informationen:
www.schwerin.de

 

Titelbild: Gästeführung im Residenzensemble Schwerin. Foto: Angelika Lindenbeck