AMYNA: „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“


Jüngste Aktivitäten von AMYNA ist die APP der Sicheren Wiesn: „WiesnProtect“. Es ist ein wichtiges Hilfsmittel für Mädchen und Frauen. Sie enthält neben zahlreichen Angeboten (My Dirndl, Wiesntranslator, Beercounter usw.) auch eine Kartenfunktion mit dem Weg zum Security Point, nützliche Telefonnummern rund ums Oktoberfest sowie wichtige Notfallnummern und Tipps für einen sicheren Wiesnbesuch. Die APP ist auf Deutsch und Englisch verfügbar. Sie steht im Apple-Appstore gratis zum Download zur Verfügung und ist ein Angebot der Aktion gemeinsam mit der Stiftung „Hänsel+Gretel“, den Gleichstellungsstellen von München-Stadt und Land sowie dem Kreisjugendring München-Land. Programmiert hat sie Stanco Radonic aus Hannover, der den Wettbewerb der „Sicheren Wiesn“ um die beste APP gewann.

Die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ rät:
* Alle Touristinnen sollten durch „ihr“ Hotel oder „ihren“ Campingplatz die Tipps der Aktion „Sichere Wiesn“ erhalten, um die erforderlichen Sicherheitstipps beachten zu können.
* Die neuen Sicherheitsbänder, die z.B. über den Campingplatz Obermenzing verteilt werden, sollten während des gesamten Münchenaufenthalts am Handgelenk getragen werden. Sie dienen dazu, die Übernachtungsadresse bzw. eine Notfallnummer auf der Innenseite notieren zu können. Für Münchnerinnen wird das Sicherheitsbändchen im Rahmen der Pausenhofaktion an verschiedenen Münchner Schulen verteilt.
* Auf keinen Fall sollten sich Touristinnen im angetrunkenen Zustand zum Schlafen oder Ausnüchtern auf die Grünanlagen rund um die Theresienwiese legen.
* Auch sollten sie für einen „Sicheren Heimweg“ sorgen.
* Bei allen großen und kleinen Problemlagen hilft der Security Point der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ gerne weiter.

Der Heimweg
* Der Heimweg sollte bereits vorab so geplant werden, dass er sicher ist. Ein sicherer Heimweg wird weder alleine noch mit Zufallsbekanntschaften, sondern gemeinsam mit FreundInnen angetreten. Für den Fall, dass man sich während des Festes aus den Augen verliert, sollten bestimmte Zeiten und ein Treffpunkt vereinbart werden. Diese Absprachen müssen auch bei Streitigkeiten eingehalten werden.
* Frauen sollten bereits vor einem Wiesnbesuch überlegen, wie sie im Zweifelsfall auch ohne ihren Partner sicher nach Hause kommen und Schlüssel, Geld, Fahrkarte bei sich tragen.
* Übermäßiger Alkoholgenuss führt dazu, dass die eigene Reaktions- und Entscheidungsfähigkeit deutlich herabgesetzt ist. Es wird daher (nicht nur) den Mädchen und Frauen empfohlen, während des Aufenthalts im Bierzelt immer wieder auch mal ein alkoholfreies Getränk zu sich zu nehmen.

An alle Festbesucherinnen und Festbesucher richtet sich der Appell der Aktion „Sichere Wiesn“ neben dem Spaß auf der Wiesn die Hilfsbereitschaft nicht zu vergessen. „Wenn Sie Mädchen oder Frauen auf der Wiesn sehen, die belästigt werden oder denen es offensichtlich nicht gut geht, fragen Sie, ob Sie behilflich sein können bzw. informieren Sie das Sicherheitspersonal der Wiesn oder die Polizeistreifen. Auch auf Ihrem eigenen Nachhauseweg lohnt es sich, die Augen offen halten und Mädchen und Frauen, die offensichtlich in einer Notlage (geraten) sind, Hilfe anzubieten“ so die Aufforderung von Maike Bublitz, eine der Organisatorinnen der „Sicheren Wiesn“. „Traut man sich nicht, in einer brenzligen Situation einzugreifen, ist es sinnvoll und richtig, das Sicherheitspersonal bzw. eine Polizeistreife zu informieren“, so Bublitz.

Hilfe am Security Point
Mädchen und Frauen in verschiedenen Notlagen finden während des Oktoberfestes kostenlos und auf Wunsch anonym Hilfe und Unterstützung am Security Point der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ im Servicezentrum (hinter dem Schottenhamelzelt). Der Security Point ist täglich von 18.00 bis 1.00 Uhr, an allen Wiesnsamstagen von 15.00-01.00 Uhr geöffnet.

Die Angebote des Security Points
Beratung und Krisenintervention durch eine erfahrene Fachfrau
Recherchedienste (Adressen, Telefonnummern, Schlüsseldienst, Übernachtungsmöglichkeit usw.)
Ausleihe (Geld, Fahrkarte, warme, trockene Kleidung usw.)
Begleitung (Polizei, U-Bahn, Hauptbahnhof, Frauenhaus usw.)
Fahrdienst für instabile Frauen
Nachsorge (Beratungsangebot im Frauennotruf bzw. IMMA, Vermittlung von Therapie-angeboten usw.)
Personal am Security Point: Eine erfahrene Fachfrau für Beratung und Krisenintervention sowie 4-6 gut geschulte Ehrenamtliche pro Abend, insgesamt 4 Fachberaterinnen und 34 Ehrenamtliche.

Weitere Informationen:
www.sicherewiesn.de
(Der Link wurde am 30.09.2012 getestet.)