Deutsches Museum: „Unterwegs fürs Seelenheil?! Pilgerreisen gestern und heute“


Sie zeichnet in ihrem Schwerpunkt die Entwicklung des Wallfahrens im Christentum nach und stellt exemplarisch die großen Pilgerereignisse im Judentum, im Islam, im Hinduismus und im Buddhismus vor. Sie beschäftigt sich mit bekannten Pilgerorten und –wegen, typischen Reiseabläufen und Reiseerlebnissen.

Die Ausstellung zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Pilgertraditionen und spricht alle Sinne an: Entlang einer "Wand der Riten" begleiten den Besucher unterschiedliche Düfte und Gesänge, eine Lichtinstallation vermittelt den Zauber vieler Kerzen und der "Wunschbaum" symbolisiert Erwartungen und Hoffnungen vieler Pilger. Multimedia- und Filmstationen bieten darüber hinaus Eindrücke von konkreten Erlebnissen der Pilgerreisenden in Vergangenheit und Gegenwart.

Pilgerreisen waren fast immer mit kulturellem Austausch und wirtschaftlichen Interessen verbunden. Entlang der großen Pilgerwege etablierte sich ein Beherbergungsgewerbe. Viel besuchte Pilgerfeste wurden mit Märkten verbunden und für viele Menschen in den Pilgerorten boten die Herstellung und der Verkauf von Andenken und Devotionalien eine Existenzgrundlage. Pilgerreisen haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen Tourismusfaktor entwickelt.

Millionen von Menschen machen sich jährlich auf den Weg, um spirituelle oder für sie heilige Orte zu besuchen. Das Pilgern oder Wallfahren ist ein Phänomen, das sich in fast allen Religionen und Kulturen findet. Die Motive reichen von der Pflicht zur Pilgerfahrt über die Heilserwartung bis zum Selbstfindungsprozess während des Pilgerns.

Die Sonderausstellung (vom 5. Mai bis 17. Oktober 2010) wurde vom Verkehrszentrum des Deutschen Museums und der Akademie Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge entwickelt. Sie wird unterstützt von der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland, dem Land Sachsen-Anhalt, der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung, dem Bayerischen Pilgerbüro und Biblische Reisen.

Weitere Informationen:
www.deutsches-museum.de

Bildunterschrift: Blick in die Ausstellung. Foto: Deutsches Museum

(Der Link wurde am 24.05.2010 getestet.)