Maritim Hotel Dresden: Stadtspaziergang durch das barocke Elbflorenz


Direkt am Elbufer zwischen Marienbrücke und Sächsischen Landtag gelegen, hat man einen faszinierenden Blick auf das Japanische Palais, Finanzministerium und das Gebäude der Sächsischen Landesregierung am gegenüberliegendem Ufer der Elbe. Der 1913 erbaute und unter Denkmalschutz stehende Erlweinspeicher wurde zum Maritim Hotel Dresden umgebaut. In direkter Anbindung an das Hotel befindet sich das Internationale Congress Center Dresden.

Wer sich zum Stadtspaziergang durch Dresden aufmachen möchte, sollte sich an die Service-Mitarbeiter der Rezeption des Maritim Hotel Dresden wenden. Am Ticket-Schalter kann man einen geführten Stadtspaziergang durch die Stadt buchen.

Zunächst lässt man den Sächsischen Landtag, ein hochmodernes gläsernen Gebäude, rechts liegen. Mit Blick auf die Brühlsche Terrasse grüßen das Basteischlösschen ebenso wie die Altstätter Wache. Weiter geht es an der Hofkirche, der Semperoper und am Zwinger (mit Gemäldegalerie "Alte Meister") vorbei mitten hinein in die Altstadt. Eine Besichtigung des Residenzschlosses ist angesagt, und auch der Besuch des "Neuen Grünen Gewölbes" sollte auf dem Stadtspaziergang nicht fehlen.

Beim Anblick der seit 2005 fertiggestellten und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemachten Frauenkirche beschleicht einem eine Mischung aus Bewunderung für den nahezu originalgetreuen Wiederaufbau, gleichwohl gedenkt man der vielen Toten, die noch unmittelbar vor Ende des 2. Weltkrieges bei Luftbombenangriffen ihr Leben lassen mussten und viele von ihnen in der Frauenkirche vergeblich Zuflucht vor den Flammen suchten. Unweit der Frauenkirche befindet sich das barocke Coselpalais, das im Jahr 2000 wiedererstand. Es gibt dem einst völlig zerstörten Neumarkt wieder ein optisches Gesicht. Auf dem Neumarkt selbst schreiten die Aufbauarbeiten zügig voran.

Zur Mittagspause laden beispielsweise das Gewölberestaurant PulverTurm mit regionalen Spezialitäten und vielfältigen Getränkekarte. Sächsische Weiß- und Rotweine, aber etwa auch Pils und Hefeweizen vom Fass oder Original Böhmisches Schwarzbier vom Fass zählen hier zu beliebten Getränkefavoriten.

So gestärkt, mit eventuellem Abstecher ins berühmte Café Kreutzkamm, lässt sich der Stadtspaziergang gut durchstehen. Angesagt ist nun der Altmarkt mit Kreuzkirche, Neuem Rathaus und Gewandhaus. Unweit davon mahnt das Denkmal der Trümmerfrau an die tapferen Frauen der Nachkriegszeit, die wesentlichen Anteil daran hatten, den Alltag wieder lebenswert zu machen. Von dort aus führt die Sankt-Petersburger-Straße direkt auf den Dresdner Hauptbahnhof. Zurück, über den Wiener Platz, sollte man sich von den ausgelegten Waren der Mode- und Fachgeschäfte an der Pragerstraße verführen lassen.

Wer noch einen zweiten Besichtigungstag dranhängen möchte, sollte sich zur Inneren und Äußeren Neustadt, jenseits des Elbufers aufmachen. Die Carolabrücke geht später in die Albertstraße über, die auf den Albert Platz und das Erich-Kästner-Museum führt. Oder aber Sie machen sich auf, um der berühmten Pfunds Molkerei in der Bautzener Straße 79 einen Besuch abzustatten. Im Jahr 1892 entstand auf dem Gelände der Pfunds Molkerei ein Verkaufsladen, der komplett saniert, mit prächtigen handbemalten Wandkacheln ausgestattet und 1995 wieder eröffnet wurde. Hier wird Milch und Käse zum regelrechten Erlebniseinkauf.
Ungewöhnlich auch, doch etwas außerhalb der Stadtmitte gelegen, ist das asisi Panometer. Hierbei handelt es sich um einen umgebauten historischen Gasspeicher. Von einer 12 Meter hohen Plattform, in dessen Mitte ein Rundbild aufgespannt ist, öffnet sich der Blick weit über die Dächer und Plätze der Residenzstadt bis zur Festung Königstein am Horizont. Mindestens ebenso ungewöhnlich ist der Anblick eines Moschee-ähnlichen Gebäudes, dem Yednize, einer ehemaligen Zigarettenfabrik aus dem Jahr 1912. Heute befinden sich dort ein Restaurant sowie Veranstaltungsräume.

Einen Spaziergang durch den Park Pillnitz, dem Lustgarten von August dem Starken, ist allemal angesagt. Der Park besticht durch seine großzügigen Anlagen und Pflanzen, die zu jeder Jahreszeit eine andere Perspektive bietet. Einen besonderen Höhepunkt stellt die jährliche Pillnitzer Schlossnacht Dresden dar. Kultur, Kulinarisches und unterhaltsame Kleinkunst sorgen für Abwechslung und Überraschungen. Viele Einheimische erscheinen in höfischen Gewändern aus Seide, Brokat und Spitzen und präsentieren sich in heiterer Gelassenheit.

Abends lässt man die erlebnisreichen Tage in der gemütlichen Piano Bar des Hotel Maritim Dresden ausklingen. In bequemen Sesseln, bei einem gut gemixten Absacker kann man in Gedanken den Spaziergang durch das barocke Dresden nochmals Revue passieren lassen und – bereits den nächsten Dresden-Besuch einplanen …
Brigitte Karch

Weitere Informationen:
www.maritim.de
www.pillnitzer-schlossnacht.de
www.dagusta.de
(mit Bilderbogen "Maritim Hotel Dresden: Stadtspaziergang durch das barocke Elbflorenz")

(Die Links wurden am 14.09.2009 getestet.)