Münchner Oktoberfest: Krug mit Zug


Den Krug 2009 (limitierte Auflage: 50.000) ziert eine wirbelnde Brezen vor samtblauem Wiesn-Nachthimmel. Dr.Gabriele Weishäupl lobte das Krugmotiv als "Symbol für die Verbindung von Tradition mit Moderne". Entworfen haben das Bild – das als Plakatmotiv weltweit für das Oktoberfest wirbt – die beiden jungen Münchner Designerinnen Janine Aigner und Nathalie Fumelli. Es gibt ihn oben ohne und mit Zinndeckel. Dieser zeigt heuer Jane Ellenborough, eine der Damen aus der Schönheitsgalerie von König Ludwig I, d e m Womanizer seiner Zeit. Die Wiesn ist also fest in weiblicher Hand!

Persönlich anwesend war sogar eine "Urururenkelin" von Königin Therese von Sachsen-Hildburghausen, Gemahlin Ludwig I. und Namensgeberin der Theresienwiese, auf der das größte Volksfest der Welt stattfindet. Als Nachfahrin präsentierte sich Simone Solga, spitzzüngige Kabarettistin und Schauspielerin aus Leipzig. Ihre Krugrede amüsierte das Publikum aufs Prächtigste trotz oder wegen eines ausgeprägten sächsischen "Donfalls". Ganz klar sei die Wiesn, diese "Expedition ins Bierreich" eine sächsische Erfindung – nicht nur Theresens wegen sondern auch wegen der "Goldbroiler", die sich hier nur als Hendln tarnten.
Wiesn-Wirte-Sprecher und Hackerzelt-Wirt Toni Roiderer fühlte sich sichtlich wohl als Hahn im Korb zwischen Simone Solga und Gabriele Weishäupl. Alle gemeinsam und das Publikum – Wiesnwirte, Brauereivertreter, Presse und "Adabeis" – nahmen aus dem Keferloher einen tiefen Zug und holten sich Kondition für das Oktoberfest, das am 19. September mit viel Krach an den Start geht und bis zum 4. Oktober dauert.
Text und Foto: Doris Losch

Weitere Informationen:
www.oktoberfest.eu
www.dagusta.de

Bildtext (v.l.): Simone Solga und Dr. Gabriele Weishäupl.

(Die Links wurden am 25.08.2009 getestet.)