176. Münchner Oktoberfest: „Turmhoch und wild“


Wenn am Samstag, 19. September 2009 um 10.50 Uhr der Einzug der Festwirte und Brauereien von der Sonnenstraße hinauf zur Theresienwiese beginnt, spätestens dann hat die "5. Jahreszeit", nämlich die Wiesnzeit, in der bayerischen Landesmetropole begonnen. Insgesamt nehmen rund 1000 Mitwirkende an diesem Spektakel teil. Angeführt wird der Zug, der erstmals 1887 stattfand, vom Münchner Kindl hoch zu Ross; ihm folgt traditionell der Münchner Oberbürgermeister in einer Festkutsche.

Das einzigartige Flair des Oktoberfests, dem Fest der Landeshauptstadt München, kommt von der rechten Mischung zwischen Bierfest und Volksfest, Brauchtum, Party und Achterbahn bis hin zum Staunen beim Flohzirkus.

Die Leiterin des Münchner Tourismusamtes und zugleich Oktoberfestleiterin, Dr. Gabriele Weishäupl, sprach im Vorfeld der Wiesn (19. September bis 4. Oktober 2009) über die zahlreichen Neuheiten des 16-tägigen größten Volksfestes der Welt. Premiere werden zum Beispiel "The Tower" haben, ein mobiles Event Center auf "höchstem Niveau". Immerhin misst dieses multifunktionale Schaugeschäft auf 1000 Quadratmetern Grundfläche mit Abenteuerspielplatz, Aussichtsplattform und Schule (Wissenstest) eine Höhe von 35 Metern auf. Mit Flip Fly können bis zu 12 Fahrgäste der brandneuen Rundum-Überkopf-Schaukel der Schwerkraft in 24 Meter Höhe fast wie über den Wolken entfliehen. Spannend und nicht weniger rasant ist "Parkour". Bei einer Flughöhe von acht Metern ist auch ohne Looping und damit für alle Generationen Hochstimmung garantiert.

Wer´s musikalisch mag, kommt bei Techno Power voll auf seine Kosten. Der DJ an der Musiktheke dieses Highspeed-Karussels (12 m) legt die angesagtesten Hits auf. An einem Drehkörper sind sechs Ausleger mit jeweils neun "suspended" Gondeln an einem Triangelkreuz befestigt. Mit zunehmender Geschwindigkeit und einem Kippen den Gondeln um 90 Grad haben die Passagiere ein Fahrerlebnis der besonderen Art. Szene-Kenner schätzen diesen Thrill Ride als derzeit "wildestes Fahrgeschäft" ein. Aber auch der Silberturm bietet wagemutigem Nachwuchs ab 1,20 Meter Körpergröße eine Nervenkitzel-Attraktion. Mit dem 18 Meter hohen Silberturm gibt das veritable Familiengeschäft sein Debüt auf der Wiesn. Und schließlich lädt die Hex´n Wipp´n, ein lustiges Hexenhaus mit Gaudistüberl, zu einem Besuch ein. Dieses "drehbare Haus"ist eine der ältesten Jahrmarktillusionen und wurde bereits 1894 nach einer amerikanischen Idee in Deutschland eingeführt.

Erstmals auf der Wiesn sind die Wildstuben – eine neue Spezialitäten-Gastronomie mit Wildgerichten und bayerischen Schmankerl-Klassikern. Der Mittelbetrieb von Festwirtin Trudi Renoldi ist im Stil eines bayerischen Forsthauses gehalten.

Ansonsten laden 14 große Festhallen zum Feiern mit Münchner Oktoberfest-Bier und herzhaften Schmankerln ein. 78 gastronomische Mittel- und Kleinbetriebe sorgen zusätzlich für das leibliche wohl der Festbesucher. Berühmt sind beispielsweise die Brotfrauen an den Haupt- und Seiteneingängen der Brauereifesthallen. Hier gibt es die Riesen-Wiesn-Brezn, Semmeln und Salzstangen für eine zünftige Brotzeit in einem der Wiesnbiergärten.

Aus der Fülle des Gebotenen sei auf den Evangelischen Familiengottesdienst zum "Tag des Kindes" hingewiesen. Die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Kessler und Landesbischof Dr. Johannes Friedrich laden am Sonntag, 20. September 2009 ins Löwenbräuzelt ein. Anlässlich des Kirchenjubiläums "200(0) Jahre Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern" findet an diesem ersten Wiesn-Sonntag in einem Festzelt für Kinder mit ihren Familien der Gottesdienst statt.

Übrigens: Neu ist auch der Wiesn-Ticket-Service für jedermann. Hier kann man via Internet im Vorverkauf für Fahrgeschäfte die entsprechenden Karten kaufen.

Weitere Informationen:
www.oktoberfest.eu
www.blume-tower-gmbh.de
www.aigneronline.de
www.techno-power.eu
www.bayern-evangelisch.de
www.wiesn-tickets.net

Foto: Brigitte Karch

(Die Links wurden am 01.08.2009 getestet.)