Zenaida des Aubris: Von Puerto Iguazú zu den Wasserfällen „Teufelskehle“


Dazu noch der strahlende blaue Himmel, in dieser Jahreszeit noch fast kein Staub, da es immer wieder regnet. Temperaturen von ca. 15-20 Grad in der Sonne und keine Mosquitos. Wunderbar. Mit drei Übernachtungen waren wir im Städtchen Puerto Iguazú angelangt. Von dort aus besuchten wir die Wasserfälle. Nach einer gewaltigen Überschwemmung im Jahr 1993 wurden alle Zugangswege neu errichtet. Ebenso eine keine Zugverbindung, mit der man zu der "Garganta del diablo" – der Teufelskehle gelangt. Gewaltig der 70-Meter Sprung in die Tiefe der Wassermassen, gewaltig auch die Gischt, die es fast unmöglich gemacht hat Photos zu machen, da die Kamera immer wieder nass wurde.

Besonders niedlich, die Coatís, eine Waschbärart, die in Rudel lebt und sich an die Besucher gewöhnt hat. Obwohl es Winter ist, gab es sogar einige Schmetterlinge und bunte Vögel. Im September, wenn es Frühling wird, soll es eine wahre wilde Blumen-, Schmetterlings- und Vogelschar geben. Dafür gab es jetzt keine Mosquitos oder verwandte Quälgeister.

Am nächsten Tag dann eine echte Entdeckung: die Saltos de Moconá. Schwer zugänglich, sind wir im motorisierten Schlauchboot 30 km flussaufwärts auf dem Rio Uruguay gefahren. Rechts brasilianischer, links argentinischer Nationalpark-Urwald. Kein Mensch weit und breit. Nur einige Schildkröten, die sich auf Steinen sonnten. Und dann kamen wir an die Wasserfälle. Lange nicht so gewaltig wie Iguazú, gerade mal 20 bis 30 Meter hoch, erstrecken sie sich über fast 3 km Länge. Und eben weil sie nicht so überwältigend waren, konnten wir mit dem motorisierten Schlauchboot bis zu 1 Meter nah ran. Ein tolles Erlebnis!

Nach so viel Natur mussten wir wieder in die städtische "Zivilisation"– 1400 km fast schnurgerade südwärts und schon waren wir in der Tango-Hauptstadt Buenos Aires…
Zenaida des Aubris
Fortsetzung folgt

Über die Autorin:
Zenaida des Aubris war Korrespondentin für Kulturmanagement Network sowie als Beraterin für internationale kulturelle Events tätig. Die gebürtige Argentinierin blickt auf mehrere Jahrzehnte Erfahrungen in Management und Produktion klassischer Musik in Amerika, Europa und Asien zurück. Zuletzt arbeitete sie als Künstlerische Koordinatorin am Aufbauprozess des neuen Palau de les Arts in Valencia, Spanien mit. Mit ihrer Weltreise erfüllt sie sich einen lang gehegten Wunschtraum.

Bildtext: Die Wasserfälle "Garganta del diablo" – die Teufelskehle von Puerto Iguazú. Foto: Z. des Aubris