Allgäu: Sonnenwinter mit Fastnacht und Funkenfeuer


Mit kunstvoll geschnitzten Holzmasken und begleitet vom Klang der Schellen, Glocken und Rätschen ziehen die aufwändig verkleideten Narren durch die Straßen und zelebrieren ihre lang überlieferten Tänze und Bräuche. Da gibt es Hexen und Geister, Teufel, wilde Männer und Tiere. Jede Zunft hat ihre eigenen Masken, je nach der örtlichen Sage. Begleitet werden die "Hästräger" von der "Guggenmusik": fantasievoll und bunt sind die Blasmusiker gekleidet – und ihre schräge, laute Musik soll die Wintergeister austreiben.

Und da der erste März ebenso der sagenumwobene Funkensonntag ist, kann man auch gleich noch einen alemannischen Brauch erleben: Riesige Feuer erleuchten in jedem Dorf den Nachthimmel, die Funkenhexe als Symbol des Winters wird verbrannt und damit endlich der Frühling begrüßt! Schon nach Weihnachten fangen die jungen Leute in den Dörfern an, die alten Weihnachtsbäume und sonstiges Brennmaterial zu sammeln, das dann zu einem großen "Funken" professionell aufgestapelt wird. Diese Feuer haben eine lange Tradition und galten auch als erste Lebenszeichen der weit abgelegenen Höfe nach einem strengen Winter. Rund um den Funken wird natürlich ausgiebig gefeiert – mit schmalzgebackenen Funkenküchle und anderen Allgäuer Spezialitäten.

Weitere Informationen:
www.allgaeu.info

Foto: Mindelheim im "Gumpiger"-Fieber. Foto: Brigitte Karch

(Der Link wurde am 23.02.2009 getestet.)