175. Münchner Oktoberfest: Leckere Schmankerl – keine Kleidervorschriften


Diesmal standen Fahrgeschäfte und Schausteller, die – neben den Wiesn-Wirten – einen ebenso wichtigen Part auf der Wiesn einnehmen, im Mittelpunkt der mehrstündigen Vorab-Besichtigungstour. Bei herbstlich-kühlen Septembertemperaturen, aber "ordnungsgemäßem" Sonnenschein, nahm der Pressetross seine erste Wiesnrunde auf. Insgesamt ist die diesjährige Wiesn kleiner, denn – wie alle vier Jahre – belegt das fast zeitgleiche Bayerische Zentral-Landwirtschaftsfest (20. bis 28. September 2008) rund ein Drittel des Areals auf der Theresienwiese. Dennoch spannend und erlebnisreich wird’s auch auf der "kleinen" Wiesn allemal zugehen.

Weißbier-Alm und Geisterbahn, Psychodelic und Café Mohrenkopf – das 175. Oktoberfest hat sich zwei Tage vor seiner offiziellen Eröffnung für die Besucher des größten Volksfestes der Welt fast schon komplett heraus geputzt. Immerhin gilt es, am Samstag, 20. September, wenn um 12.00 Uhr offiziell das Wiesnbier angezapft wird, sich festlich vor aller Welt zu präsentieren.

Während Frau Weishäupl sich eine friedlich-fröhliche Wiesn 2008 wünschte, verkündete Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, dass es – entgegen mancher Presseberichte – keine Kleidervorschriften gebe. "Man darf kommen, wie man will. Es gibt keinen Dirndlzwang, nicht einmal in der Anzapfbox", schmunzelte Ude und spielte dabei auf die Weigerung der Ministerpräsidenten-Gattin, Marga Beckstein, an, die zum traditionellen Wiesnbier-Anstich eben nicht im Dirndl erscheinen will. "Wer jedoch zeigen möchte, dass er sich als Münchner versteht, der darf im Dirndl kommen" – so der Oberbürgermeister.

Energisch und eindringlich hingegen warnte Christian Ude vor so genannten Trunkenheitsfahrten, wobei die bayerische Polizei besonders streng kontrolliere. "Seit Jahren klären wir auf, wie gefährlich solche Trunkenheitsfahrten sind."

Hier nun einige "Appetithäppchen" – die zum Bummeln und persönlichem Erleben des 175. Oktoberfestes einladen sollen!

Inmitten bunter Fahrgeschäfte und Buden ein kühles Weißbier oder eine erfrischende Limonade zu genießen, dazu bietet sich beispielsweise bei der Weißbier-Alm die Gelegenheit. Das Wirtepaar Liselotte und Heinrich Haas ließen ein massives Holzhaus mit echten Holzschindeln errichten, statteten es mit liebevoll dekorierten bäuerlichen Requisiten aus. An der 11-Meter-Theke werden auch Alkoholfreies und Weißbier-Mischgetränke angeboten.

Auf dem Familienplatzl (Straße 3/Ost) finden Familien "ihren Bereich": Fahrvergnügen, Wiesn-Spaß und Bewirtung findet man hier in einer Straße gebündelt. Das Etagencafé lädt zu Rast bei Kaffee, Limo und Kuchen ein, im Biergarten darf auch die Brotzeit mitgebracht werden oder die Würstl von nebenan. Als Service stehen ein Kinderwagenparkhaus und ein Babywickelraum bereit. Zudem gibt es den Plan "Wiesn-Hits-für Kids" mit umfangreichen Infos für die ganze Familie.

Das Café Mohrenkopf, eine Wiesn-Institution seit fast 60 Jahren, das heutzutage in der 3. Generation von Karin Wiemes geführt wird, erstrahlt in neuem Glanz. Nach der Komplettrenovierung erinnert es mit seiner leichten Bestuhlung an ein Gartencafé. Neben dem traditionellen Mohrenkopf werden hier beispielsweise Apfelstrudel, Holländerschnitten, Torten und Kuchen – alles frisch vor Ort in der Schaubäckerei hergestellt.

Neu ist etwa auch das Nichtraucherfestzelt, die Kalbs-Kuchl, die mit fast 300 Sitzplätzen in Holzhausambiente zu gemütlicher Geselligkeit einlädt. Familie Sabine und Siegfried Able mit ihren Töchtern Vanessa und Verena offerieren leckere Gerichte aus Kalbfleisch nach typisch Münchner Rezepten.
bk
Das 175. Münchner Oktoberfest findet vom 20. September bis 5. Oktober statt.

Weitere Informationen:
www.muenchen-tourist.de
www.dagusta.de

Bild: Liselotte Haas (r.) begrüßte die ersten Besucher mit Weißbier im "Stamperl", einem Miniweißbierglas (4 cl). Foto: Brigitte Karch

(Die Links wurden am 18.09.2008 getestet.)