Gertrud Lehnert: „Coco Chanel und Elsa Schiaparelli – zwei Frauen leben ihren Traum“

 

 

 

Ihre Biografien sind höchst unterschiedlich. Die Italienerin Elsa Schiaparelli verstand sich als Künstlerin, liebte den großen Auftritt, bescherte der Modewelt das „Shocking Pink“, ließ sich von Salvador Dalí und Jean Cocteau inspirieren. Und sie sagte etwas, was heute mehr denn je gilt: „Neunzig Prozent aller Frauen haben Angst davor aufzufallen und was die Leute dazu sagen könnten. Also kaufen sie ein graues Kostüm. Sie sollten jedoch Mut zum Anderssein haben.“ (Wie recht sie hat, zeigt ein kurzer Blick in die öffentlichen Verkehrsmittel …)

Coco Chanel hingegen, die stets mit ihrer „schweren Kindheit“ kokettierte, favorisierte Modernität und beschenkte die Welt mit dem „Kleinen Schwarzen“ und üppigen Ketten aus Modeperlen. Sie liebte den Kubismus und konnte übrigens nicht gut nähen – sie drapierte ihre Entwürfe direkt mit den Stoffen am Model!

Beide Frauen mochten sich nicht. Aber das ist egal. Sie sind Mode-Ikonen und Vorbilder für Durchsetzungs- und Willenskraft, für Kreativität und Marketingtalent.

Brikada-Empfehlung: Beschwingte Lektüre, informativ und Mut machend, schöne Fotos (leider nur schwarzweiß).

Über die Autorin: Gertrud Lehnert ist Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Kulturwissenschaft an der Uni Potsdam. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Modegeschichte und Modetheorie, Raum- und Emotionsforschung sowie Gender Studies.
Doris Losch


Gertrud Lehnert: Coco Chanel und Elsa Schiaparelli – zwei Frauen leben ihren Traum, Einband Halbleinen, 144 Seiten, Euro 16.80, ISBN 9783869151144, erschienen bei ebersbach & simon, Berlin.

Weitere Informationen:
www.ebersbach-simon.de

Bei Amazon kaufen