Annemarie van Haeringen: „Coco und das Kleine Schwarze“

Das heißt: Schon die kleine Coco, das Kind, das im Waisenhaus unter der Aufsicht unfreundlicher Nonnen schuften musste, hatte die Farbe Schwarz im Blick – schwarz waren schließlich die Uniformen der Nonnen! – und die Nähkunst. Diese beherrschte sie perfekt und bekommt nach der Schule eine Anstellung als Näherin. Das Schicksal lenkt ihren Weg in ein prächtiges Schloss. Dort sieht sie wie sich die vornehmen Damen zurren und einschnüren lassen und nach Luft japsen.

Coco beschließt, diesen Unsinn nicht mit zu machen und entwirft Kleider, „die man nicht spürt“, geschmeidig wie strömendes Wasser in einem Fluss. Und Schwarz? Schwarz, so Coco, Schwarz betont vor allem die Frau, die es trägt und nicht das Kleid selbst.

Klar, dass der Welterfolg des bis heute geliebten „Kleinen Schwarzen“ sich von alleine einstellt.

Brikada-Bewertung: Ein sehr hübsches Oster-Mitbringsel, am besten zusammen mit einem Fläschchen Coco!
Doris Losch

Annemarie van Haeringen: „Coco und das Kleine Schwarze“, 32 Seiten, gebunden, Euro 14.90, ISBN 978 3 7725 2883 5, erschienen im Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus, Stuttgart.

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