Federleichte Haute Couture im MoMu Antwerpen

Besucher erwartet eine Ode an raffinierte Eleganz, zarte Federchen und Federbuschen. Accessoires, Kleider und Haute Couture-Träume aus dem 19., 20. und 21. Jahrhundert, reich verziert mit Anleihen von den Lebewesen der Luft, zaubern eine träumerische Welt, gleichzeitig sophisticated, feminin, feder-leicht, luxuriös, aber auch mit deutlich verlorener Unschuld und der dunklen Seite der Romantik.

Typisch sind Feder-Stickereien der hohen Schneiderkunst und der reichen Abendmode, elegant, technisch raffiniert. In Zusammenarbeit mit dem Maison Lemarié de Paris zeigt “Birds of Paradise” die handwerkliche Kunst der so genannten Plumassiers, der Feder-Magier, und stellt ihre Techniken der Feder-Stickerei und Motivfülle vor.

Bildtext (r.): Fächer mit gefärbten Straußenfedern, Schildpatt, Schmuck aus Platin, Diamanten, Rubinen und Email von 1928, geschaffen von Altenloh E&R Jewelers, Brüssel. Stammt ursprünglich aus der Sammlung von Königin Astrid von Belgien, Royal Collections Palace of Brussels. Foto: Stephen Mattues.

Accesoires des 19. Jahrhunderts und Kleidung aus der Belle Epoque wechseln ab mit der Eleganz der verschiedenen Modestiele des Fin de Siècle mit ihrer Vorliebe für Federn von Strauß, Pfau und Marabu. Absolute Blütezeit des Federschmucks waren die Goldenen Zwanziger Jahre mit der Liebe zu Boas und federgekrönten Hüten. Gabrielle “Coco” Chanel setzte Federn gerne für ihre Modemotive und Stickereien für Filmkostüme ein. Marlene Dietrichs legendäres Schwanen-Outfit ist so ein Meisterwerk in Schwarz-Weiß.

Bildtext (r.): Ann Demeulemeester, Herbst/Winter 2010-2011, Foto: Dan Lecca

 

Auch heute noch sind Federn aktuell! Die belgische Designerin Ann Demeulemeester setzt auf Feder-Poesie. Die dramatische Qualität des britischen Designers Alexander McQueen drückt sich in grafischen Feder-Mustern aus. Mode-Legenden wie Cristóbal Balenciaga, Christian Dior, Yves Saint Laurent und Coco Chanel pflegten alle einen persönlichen Zugang zur Arbeit mit Federn.

 

Derzeit schweben und flattern Federn wieder über alle Catwalks der Welt.

 

Bildtext (u.r.): Schönheit, geschaffen von Kate McGwire.aus Federn vom Täubchen 2011, Foto: Tessa Angus.

 

 

MoMu hat die bekannte britische Künstlerin Kate MccGwire eingeladen. Sie ist berühmt für Arbeiten mit Taubenfedern Tauben stehen ja häufig nicht in besonders gutem Ruf, . MccGwire ist fasziniert von der organischen Form der Taubenfedern, der zärtlichen Aura, die diese Vögel umgibt und will die Schönheit, auch im transzendenten Sinne, dieser Tiere bewusst machen.
(Aus dem Englischen übertragen von Doris Losch)

 

BIRDS OF PARADISE – Plumes & Feathers in Fashion ist vom 20.März bis zum 24. August 2014 im MoMu Fashion Museum Antwerpen zu sehen.

Weitere Informationen:
www.momu.be

Titelbild: Alexander McQueen, Fall 2009, Photo: François Nars, Graphic Design: Paul Boudens