Anette Nestler: „Hüte zu fertigen, hilft mir gesund zu werden“


„Schon als junge Frau habe ich gern und viel genäht, habe diese kreative Ader wohl von meiner Großmutter geerbt, die mir immer davon erzählte, dass sie so gerne Hutmacherin geworden wäre,“ erinnert sich Anette Nestler.

Doch Alltag, Kindererziehung und Stress ließen sie über viele Jahre hinweg das Nähen vergessen. Erst durch eine Krankheit fand sie ihr Glück an der Nähmaschine wieder. „Immer wenn ich mich unwohl fühlte, habe ich genäht … und ich bemerkte, wie gut mir dies tat.“

Rasch kaufte sie sich eine Schaufensterpuppe – eigentlich nur so zum Spaß – und fertigte der ersten Kleiderpuppe
„einen ganz verrückten Hut wie ihn die Damen auf der Pferderennbahn tragen.“ Aus der Hutpremiere wurde Leidenschaft und voller Verve stürzte sich Frau Nestler in ihr Hobby.

„In mir sprudelten die Einfälle und ehrlich, wenn ich an meine ersten Hüte denke, muss ich lachen, sie waren echt abgefahren,“ erklärt die Autodidaktin schmunzelnd. Anfangs hatte sie Hüte aus bunten Bastelfilz gefertigt, bestickt mit Federn versehen. Je verrückter die Hüte waren, desto größer wurde die Nachfrage.

„Heutzutage verwende ich einen anderen Filz, und die Machart hat sich auch gewandelt … Tüll, Satin – nichts hat vor mir Ruhe. Ich brauche nur etwas zu sehen und mir schießt die nächste Idee. Mich machen diese Hüte glücklich. Ich glaube gefunden zu haben, was ich ernsthaft machen möchte. Ich würde gern mehr daraus machen wollen. Es ist ein Hobby, das mir hilft, gesund zu werden“, betont Anette Nestler.

Und dann hält sie noch eine kleine Überraschung parat: in jedem von ihr gefertigten und verkauften Hut steckt die Geschichte der Hutzaubermaus. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten …

Weitere Informationen:
Anette Nestler: Tel. 035021/67337

Bildtext: Zwei charmante Hüte aus der Kollektion von Anette Nestler