NABU/NAJU/LBV laden zur 12. „Stunde der Gartenvögel“

 

 

 

Im vergangenen Jahr hatten mehr als 47.000 Vogelfreunde mitgemacht und insgesamt 1,1 Millionen Vögel gemeldet. Damit handelt es sich – gemeinsam mit der Schwesteraktion, der „Stunde der Wintervögel“ – um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion.

Traurige Ergebnisse der seit über zehn Jahren gesammelten Beobachtungen: die Zahl der Mehlschwalben und Mauersegler hat sich erheblich verringert, genauer seit 2006 um 40 Prozent. Verantwortlich für diese Entwicklung sei – so der NABU „unbedachte Hausmodernisierungen und der allgemeine Rückgang ihrer Nahrung, den Fluginsekten.“ Ein ähnliches Schicksal sei ebenso bei bei Amsel, Rotkehlchen, Hausrotschwanz und Zaunkönig beobachten worden. Jedoch: Feldsperling, Ringeltaube oder Buntspecht haben sich erfreulicherweise zahlenmäßig deutlich erhöht.

Und so wird es gemacht: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können per Post, Telefon – kostenlose Rufnummer am 14. und 15. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115 – oder einfach im Internet unter gemeldet werden. Meldeschluss ist der 23. Mai.
 

Bildunterschrift (o.): Dauergewinner bei der Stunde der Gartenvgel und doch auf der Vorwarnstufe der Roten Liste: Der Haussperling. Foto: Fotonatur

Für kleine Vogelexperten hat die NAJU außerdem die „Schulstunde der Gartenvögel“ (9. bis 13. Mai) ins Leben gerufen. Ein großes Aktionspaket versorgt teilnehmende Gruppen und Klassen mit Zählkarten, mit dem NAJU-Klassiker „Vogelbüchlein für die Hosentasche“, einem NABU-Poster mit den zehn häufigsten Vogelarten in Deutschlands Gärten und einem Begleitheft. Hierin finden Gruppenleiter, Lehrer und Erzieher die Anleitung für eine Gartenvogel-Rallye mit spannenden Wissens- und Spielstationen, die mit wenig Aufwand überall im Freien durchgeführt werden können

Weitere Informationen:
www.stundedergartenvoegel.de
www.NAJU.de/sdg

 

Titelbild: Vogelbeobachtung in der Familie. Foto: NABU/ S. Hennigs