Bärbel Böcker: „Amors Gift“

Mit 72 noch hinter Gittern, das kann auch der Kölner Redakteur Florian Halstaff nicht fassen, der eine Talkshow seines Senders mit Lisa Spangenberg über „Späte Scheidungen“ geplant hatte. Der findige Hobby-Detektiv, der sich schon öfters erfolgreich als „Fahnder“ betätigt hat, meist zum Missfallen der echten Kriminalisten, ist von der Unschuld der Altphilologin überzeugt und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

Seine Recherchen führen ihn unter anderem in das Milieu der Kölner Freimaurer. Und da er Entlastungszeugen für die Verdächtigte findet, wird sie zunächst aus der Haft entlassen. Doch je länger er sie kennt und in ihrem Umfeld beobachtet, umso mehr ist er überzeugt, es mit einer Psychopatin zutun zu haben. Ist sie vielleicht doch eine Mörderin aus Liebe? Als Amors Gift auch ein weiteres Opfer trifft, erreicht die Spannung ihren Höhepunkt.

Brikada-Bewertung: Die Autorin versteht es nicht nur, in diesem Kriminalroman Spannung zu erzeugen, sie würzt ihre Story auch mit Insiderwissen aus der Medienwelt und der Kölner Gesellschaft. Die Charaktere der Personen sind fein pointiert gezeichnet, die Sprache des Romans ist – anders als in vielen anderen Krimis üblich – gepflegt, so dass das Lesen zum Genuss wird. Wie sorgfältig die Autorin recherchiert, geht auch aus der Danksagung am Schluss des Buches hervor.
Isolde Bräckle

Über die Autorin: Bärbel Böcker, geboren in Wolfsburg, studierte an der FU Berlin Sinologie, Publizistik und Germanistik. Sie hielt sich zu Studienzwecken mehrfach in Ostasien auf und arbeitete danach in der Redaktion der Zeitschrift China-Handel. Seit Mitte der 90er Jahre ist Bärbel Böcker Mitinhaberin einer Kölner Film-, Fernseh- und Video-Produktions GmbH. Sie lebt in Köln Rodenkirchen. Im Gmeiner-Verlag hat sie bereits drei Romane veröffentlicht.

Bärbel Böcker: „Amors Gift“, Taschenbuch, 345 Seiten, ISBN 978-3-8392-1590-6, 11,99 Euro, erschienen im Gmeiner-Verlag GmbH, Meßkirch.

Weitere Informationen:
www.gmeiner-verlag.de

 

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