Münchner Volkshochschule: Die offene Gesellschaft braucht neue Freunde

Offenheit ist ein Schlüsselbegriff im Selbstverständnis der Münchner Volkshochschule. Die Münchner Volkshochschule ist offen für Menschen aller Schichten, Milieus, Nationalitäten, Religionen, kulturellen Orientierungen und Altersgruppen. Sie pflegt eine offene, barrierefreie Lernkultur, die an die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Bevölkerung anschließt, Anfänger und fortgeschrittene Lerner sind gleichermaßen eingeladen. 

Bildtext (l): „Do you speak global?“ Text: Karl Armer / Gestaltung: Ralph Taubenberger

„Hier begegnen sich Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts, sowie kultureller und sozialer Herkunft. Solche Orte sind wichtig und solche Orte sind selten. Denn hier lernt man, die Vielfalt an Möglichkeiten wie Menschen leben anzuerkennen und diese nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung zu erleben. Offenheit ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine kontinuierliche Gestaltungsaufgabe, die auch in im Programm zum Ausdruck kommt“, sagt Programmdirektorin Susanne May.

Mit rund 16.000 Kursen pro Jahr und 354.000 Unterrichtsstunden setzt die Münchner Volkshochschule auch auf eine große thematische Offenheit. Sie setzt sich offensiv mit neuen Ideen, Trends und gesellschaftlichen Entwicklungen auseinander und greift ohne Denkverbote auch kontroverse Themen auf.

Mit großzügigen Ermäßigungsregelungen und besonderen Projekten versucht die Volkshochschule auch Bevölkerungsgruppen anzusprechen, die aufgrund ihrer Lernbiographie den klassischen Bildungseinrichtungen eher distanziert gegenüber stehen. „In München sind wir beispielsweise mit Lehrgängen zum Nachholen von Schulabschlüssen die erste Adresse für die zweite Chance“, so Managementdirektor Klaus Meisel.

Bildtext (l.): „Lernen hat nicht immer ein Ziel, aber immer ein Ergebnis.“ Text: Karl Armer / Gestaltung: Ralph Taubenberger

Die neue Imagekampagne variiert das Thema Offenheit in zehn Motiven, die ab dem 5. Mai auf den Litfaßsäulen und Plakatflächen zu entdecken sind. Die MVHS versteht die Kampagne auch als Plädoyer für eine offene Stadtgesellschaft, „denn Offenheit hat auch Grenzen, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus haben keinen Platz an der Münchner Volkshochschule“, betonen die beiden Geschäftsführer, May und Meisel. Und Karl Armer, der Texter der Kampagne ergänzt „Offenheit ist ein Programm, eine Haltung, ein Ort an dem sie stattfindet, ein Lernziel, ein gesellschaftlicher Wert, eine Investition in die Zukunft, eine Voraussetzung für friedliches Zusammenleben wie ein Problem, wenn sie fehlt“.

Der Münchner Werber, Typograph und Gestalter Ralph Taubenberger visualisierte die Kampagne.

Weitere Informationen:
www.mvhs.de

Titelbild: „Die erste Adresse für die zweite Chance.“ und „Die offene Gesellschaft braucht neue Freunde.“ Text: Karl Armer / Gestaltung: Ralph Taubenberger. Kultursäule Kaiserplatz. Foto: MVHS