Internationales Montessori-Kinderhaus am Münchner Hasenbergl


Aus einer kleinen Spielgruppe heraus gründete die Tagesstättenleiterin Michaela Cheema, vor rund acht Jahren das Internationale Montessori-Kinderhaus im Münchner Stadtteil Hasenbergl, in dem heutzutage 30 Kinder aus rund 14 verschiedenen Nationen betreut werden. Die Kinderhausleiterin, selbst Mutter zweier Kinder, arbeitet seither zusammen mit zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach der Montessoripädagogik. Bei dieser ganzheitlichen pädagogischen Arbeit handelt es sich um eine von Dr. Maria Montessori im Jahre 1906 eingeführten Bildungsmethodik und Bildungsphilosophie für Kindergärten und Schulen.

"Bei uns im Internationalen Montessori-Kinderhaus am Münchner Hasenbergl werden Kinder auch aus sozial schwachen Familien im Alter von zwei bis sechs Jahren individuell und ihren persönlichen Fähigkeiten entsprechend nach der Montessoripädagogik erzogen – und neben Deutsch ebenso in Englisch geschult", betont Michaela Cheema.

Die Arbeit hat großen Anklang gefunden und sehr gute Erfolge in der Kindesförderung erzielt. Neben der Frühförderung von kleineren Kindern im Alter ab zwei bis vier Jahren ist dem Kinderhaus am Hasenbergl auch eine optimale Schulvorbereitung von 4jährigen bis schulpflichtigen Kindern gelungen.

Jetzt soll die Einrichtung noch weitere 75 Kinder in ihre Obhut nehmen. Hierfür wird ein neues Gebäude gebaut und an den gemeinnützigen Träger Montessori International e. V. vermietet. Die Räume sollen ebenfalls mit speziellem Montessorimaterial, der Fa. Nienhuis ausgestattet werden. Mit Hilfe dieser besonderen Materialien wird zum Beispiel die Mathematik aber auch der Sprachbereich auf spielerische
Weise den Kindern nahe gebracht. "Es ist erstaunlich wie aufnahmebereit die Kleinen bereits im jüngsten Alter sind. Bis zum achten Lebensjahr können Kinder spielend eine Fremdsprache erlernen, ohne dass dabei Lerndruck entsteht", weiß Michaela Cheema zu berichten und ergänzt: "Bereits 3jährige sind in der Lage, die Konturen von Ländern zu erkennen oder sich bestimmte Fahnen einzuprägen. Auch gehen bereits Kleinkinder mit großem Interesse an bestimmte Aufgaben heran und freuen sich über Neuerlerntes."

Michaela Cheema weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass etwa 90 Prozent der Kinder des Internationalen Montessori-Kinderhauses am Münchner Hasenbergl den Übertritt auf weiterführende Schulen schaffte, wobei der Großteil davon aufs Gymnasium überwechselte. "Durch unsere pädagogischen Maßnahmen entsteht eine Basis für selbständiges Lernen", erläutert die Leiterin.